die Datenblätter mit
den ergänzenden Angaben.
STÄDTEBAULICHES KONZEPT
Das
Planungsgebiet ist durch den öffentlichen Verkehr in fußläufiger
Haltestellenentfernung (Straßenbahn 32, S3) gut aufgeschlossen und in
unmittelbarer Nähe zu dem großen zusammenhängenden Grünzug entlang
des ehemaligen Donauarms: Jedleseer Aupark- Friedhof- Schwarz Lackenau- Schönungsteich-
Marchfeldkanal mit unmittelbarer Anbindung über 2 Brücken an die Donauinsel
gelegen (direkte Anbindung an eine übergeordnetes Fahrradwegenetz).
Das
Grundstück liegt im Spannungsfeld der Prager Straße mit ihrer
charakteristischen gemischt genutzten Bebauung und dem alten Ortskern von
Jedlesee mit seiner kleinen Kirche Maria Loretto und inmitten einer im Ansatz
vorhandenen dörflichen Vorstadtstruktur. Entsprechend dem Bebauungsplan wird
die vom alten Ortskern ausgehende, durch die bestehende Wohnhausanlage zwischen
Lorettoplatz und Kammelweg nach NO verlaufende Fußgängerachse bis zur Straßenbahnhaltestelle
Winkeläckerstraße/ Prager Straße weitergeführt. Diese Fußgängerachse
kann sowohl im Freiraum zwischen den Wettbewerbsprojekten und den
Bauteilen der GESIBA, als auch durch die Glaspassagen / die Mall der
beiden Projekte erlebt werden.
Dieses
lineare Spannungsfeld zwischen Prager Straße und Jedlesee ist eine städtebauliche
Grundidee bei der Entwicklung der beiden Wettbewerbsprojekte.
In
den oberen Geschossen der
Anlage bietet sich ein einmaliger Ausblick auf einen der schönsten
Landschaftsräume von Wien: Über die Donau zu den Weinbergen von Nussdorf
und Kahlenbergerdorf bis hin zu Leopoldsberg und Kahlenberg.
Erschließung
Die
fußläufige Anbindung erfolgt sowohl über den Zugang von der
Rudolf-Virchow-Straße (Richtung Öffentliche Verkehrsmittel, Straßenbahnhaltestelle
Winkeläckerstraße/ Prager Straße) als auch vom Kammelweg aus (Fußweg zum
alten Ortskern Jedlesee; Fahrradverbindung zur Donauinsel), wodurch eine
wichtige Fußgängerachse / Verbindung sowohl im Freien als
auch über die Mall und Erschließungspassage auf Bauplatz E angeboten wird.
Gebäude und Gelände sind auf vielen Wegen und Pfaden durchquerbar. An
den Oberflächen ist die Bedeutung und die Hierarchie des Weges spürbar. Hauptwege
der Anlage liegen in Nord Süd Richtung sehr nahe an den Gebäuden, um einen möglichst
effizientes Wegenetz zu schaffen, bei dem sich auch Gehbehinderte oder Frauen
mit Kinderwägen problemlos und ohne unnötige Anstrengungen durch den Freiraum
bewegen können. Es wird jedoch auf eine große Varianz der Wege Wert
gelegt. Langsame geschwungene Pfade aus wassergebundener Wegedecke durchziehen
das Gelände, ebenfalls wie die schnelle Wege mit glatten Oberflächen. Für
den Individualverkehr ist eine Tiefgarage unter den geplanten Gebäuden
vorgesehen. Beide Tiefgaragen (Bauplatz B + E) können im 2.UG verbunden
werden, wodurch technisch 2 Ausfahrten möglich sind.
Gebäudecharakteristik.
Die
Energiekennzahlen zeigen, dass durch die Kompaktheit der Gebäude Verluste
konzeptiv minimiert werden. Das Gebäude/ die 5 Häuser sind samt
den Erschließungen innerhalb der thermischen Hülle. Durch die allseitig außenliegende
umlaufende Wärmedämmung bestehen günstige Vorraussetzungen für wärmebrückenfreies
Bauen und die Realisierung des Konzeptes des verlustminimierenden Passivhauses.
Die Erschließungen haben auch im Winter Temperaturen von + 18 ° C,
sie sind vielfältig nutzbare und stark gegliederte Räume mit Oberlicht
und seitlichem Tageslicht und bereichsweiser seitlicher Belichtung durch
zweigeschossige und bis zur Halle reichende verglaste Loggien. Durch
diese „Mall“ werden auch interne Erschießungswege zwischen der
Virchoswstrasse und dem Kamillenweg beziehungsweise in den Geschossen zwischen
den Bauteilen der HB - Heimbau und der AH – Altmannsdorf-Hetzendorf geführt.
Im Querriegel im Bereich zur Widmung GB GV im Norden sind am Dach
Freizeiteinrichtungen und Waschküchen samt Nebenräumen
vorgeschlagen. Diese haben durch den Ausblick bis zum Kahlenberg,
Bisamberg, ....eine wunderbare, attraktive Lage. Den Wohnungen sind Balkone,
Loggien, Terrassen und Gärten zugeordnet. Balkone und Loggien sind von den Gebäuden
durch eine innovative Konstruktion thermisch getrennt: „System Waclawek“.
Allgemeine Räume sind „hell und besonnt“, die Kinderwagenabstellräume
ebenso wie die Fahrradabstellräume, die Einlagerungsräume; auch die
Garage hat Tageslicht. Die Garagen liegen außerhalb der thermischen Hülle.
Durch die Entwicklung
der Konstruktion im „System Waclawek“ werden thermische
Schwachstellen „elegant“ vermieden und Details technisch und ausführungsmässig
vereinfacht. Die Dimensionierungen erfolgten unter Berücksichtigung der
auftretenden Lasten und der Erfordernisse von Erdbebenkräften. Durch den
Einsatz von druckfesten Dämmmaterialien der Brückenklasse werden auch im Übergang
zur „kalten Garage“ die Verbindungen zwischen warmem und kaltem Bereich
optimiert, bautechnisch vereinfacht und auf die wegen Erdbeben erforderlichen
„Halterungen“ beschränkt. (siehe Detail). Auch diese Fixpunkte sind
thermisch getrennt, horizontal sind elastische thermisch getrennte Lager
eingebaut. Hängekonstruktionen für Balkon und Loggia ergänzend den Lösungsansatz.
Zwei
Baukörper sind Nord- Süd-
orientiert, (Haus B und C, und Haus E), ein Baukörper
ist nach Süden orientiert. (Haus D). Die Bauten werden entlang einer mittleren
und einer im Norden und im Osten liegenden
Mehrzweck-Halle/Mall,
jeweils mit minimal 18°Temperatur an den kältesten Tagen –
und maximal 25° bei Sommerhöchsttemperaturen - organisiert. Diesen
Mehrzweckhallen sind die Kinderwagen und auch Fahrradeinstellräume direkt und
geschossweise von den Aufzügen und von den Stiegenhäusern zugeordnet.
Auf
die zwei Grenzlinien im Westen und im Norden des Bauplatzes B wird in der
Planung„reagiert“:
Der
Baukörper Haus C ist so entwickelt, dass im auskragenden 6. Stock dieses
Nord-Süd- Baukörpers 200 cm Abstand von der Grenzlinie eingehalten und damit
lt BO für Wien Fenster angeordnet werden dürfen.
Im
Erdgeschoss, ersten Stock und 2. Stock - im Bereich der widmungsmässig möglichen
Anbauten des Nachbarn an die Grenzlinie - sind im Erdgeschoss die
Garageneinfahrt und Garagenausfahrt und belichtete Einlagerungsräume
angeordnet. Für Wohnungen sind diese Lagen wegen der möglichen Bebauung am
Nachbargrundstück von bis zu 3 Geschossen nicht geeignet). Der Abstand der
ersten vier Geschosse von dieser möglichen Nachbarbebauung / von der Grenzlinie
beträgt 5,70 m); Über einen Vorplatz zur Erschließung der Einlagerungsräume
ist die Halle von dieser Seite in drei Geschossen (zusätzlich) belichtet, die
Einlagerungsräume bekommen Tageslicht. Über der Höhe der am Nachbarbauplatz möglichen
Bebauung, also ab dem 3. Stock, ragt das Gebäude Haus C bis auf 2 Meter
an die Grenzlinie heran, von den Hauptfenstern dieser Geschosse schaut man „über
die Nachbarnbebauung, über das Nachbargrundstück “bis zu den Bergen“.
(Diese Lösung entspricht dem von der Wiener Bauordnung normierten Fensterrecht
ab 2 m Abstand von der Grenzlinie). Im Bereich ab dem 6. Stock sind querliegende
südgerichtete Dach- Maisonetten,
diesen
Maisonetten sind in Südlage Privat- Gärten zugeordnet. Diese
Wohnungen wurden in der Variante „zweigeschossig“ und dreigeschossig“
entworfen und dargestellt. Die Dachoberkante dieser Bauteile ist 21,50 m und
entspricht damit der im Bebauungsplan zugelassen Höhe von 17,50 m plus 4,50 m für
den höchsten Punkt des Daches. In den Geschossen zwei und drei sind sogenannte
„durchgesteckte Wohnungen“ im Zuge der Partizipation möglich, mit Ost-
Westbelichtung und zusätzlichem Licht über die Halle. Diese Wohnungen sind so
entwickelt, dass auch Büroarbeitsplätze sinnvoll einbezogen werden können.
Im
Baukörper mit der Orientierung nach Süden (Haus D) werden die
Wohnungen und Dachflächen von
der
im Norden gelegenen Halle erschlossen. In den zwei unteren Geschossen
(Erdgeschoss und 1. Stock) liegen eingeschossige Wohnungen. In den darüber
liegenden Geschossen sind Maisonetten angeordnet. Diese bekommen im Obergeschoss
auch von Norden (vom Nachbargrundstück) direktes Licht. (- sie liegen oberhalb
der möglichen Nachbarbebauung, die Belichtung dieser Halle erfolgt vom
Nachbargrundstück).
Haus E wird
von der im Osten gelegenen Mall erschlossen. Sie ist in drei (von 6) Geschossen
mit dem
Bau der AH –
Altmannsdorf-Hetzendorf eben verbunden: mit direktem Zugang zum Atrium der AH /
Planung Treberspurg. Am Dach sind die Waschküchen und die Trockenräume samt
vorgelagerter Terrasse. Die ebenfalls allgemein nutzbaren Dachgärten schließen
direkt an.
Die
durchschnittliche Gebäudehöhe errechnet sich mit <17 Metern, durch
die Ausführung des Hauses E mit 5 Stock und die Dachschräge des Hauses D über
dem Hallenbereich. (siehe Nachweis).
Fill
In:
Der Wohnungsschlüssel ist flexibel, mit Typen der Breite von 3 Achsen bis 6
Achsen und Sonderformen. Diese Wohnungstypen können wahlweise und nachfrageabhängig
endgültig und / oder partizipativ gewählt werden. Diesem Konzept entspricht
die bauliche Ausführung mit tragenden Außenwänden und Leichtwänden
im Inneren der Wohnungen. Den Wohnungen sind die von den Erschließungen
zugänglichen Versorgungseinrichtungen zugeordnet: Wärmepumpe und Boiler,
Filter, Elektrozählung, Zuluft und Fortluft, Sanitär. Die Vorfertigung der
tragenden Außenwandelemente ist vorgesehen. Positiv geprüft wurde die
Integration von Blindstöcken in die Fertigteile, so, dass auch die
kontrollierte Werkstattproduktion und Maßkoordination möglich
wird.
Das
Erdgeschoss und der erste Stock ist mit Sondernutzungen vorgeschlagen: Schlechtwetter-
Spielräume für die Kinder, in Verbindung mit Aufenthaltsräumen für
„Vater und Mutter“, mit Sanitäreinrichtung, (z.B. Kinder- WC),
mit im Schatten liegenden Freiflächen, gegliedert, auch mit Stufen
zum Sitzen, bis ins Freie reichend (in die Sonne), als Teil der Wohnumfeld-
und Freiraum- und Gartengestaltung. Diese beschriebene Zone ist auch
Schnittpunkt der Wegeführung, wird von Besuchern und „im täglichen Leben“
begangen, gedacht als ein Nachbarschaft anregender Bereich. Tageslicht fällt
vom Hof bis zur Garage in die Untergeschosse, die Garage kann von der
Allgemeinfläche und vom Hof im zweiten Untergeschoss eingesehen werden. Die
zugeordneten Freiflächen im Gartenniveau sind Teil des Freiraumkonzeptes. Diese
Anordnung der Baukörper und auch die „vertikale Organisation“ soll die „Inszenierung
der Freizeit“ ermöglichen. Ziel ist die organisatorisch unterstützte
Bildung von „Nachbarschaft“, also eines orttypischen „Milieus“.
Die Massivbauweise verbessert das thermische Verhalten der Gesamtkonstruktion
und garantiert die technisch einfache und bereits im Rohbau erzielbare
erforderliche Dichtheit der alle (außer den Garagen) Bereiche umschließenden
Gebäudehülle. Anschlüsse in den Bereichen: Sockel – Attika – Auskragung
– werden durch die vollständige Trennung der Konstruktion technisch eindeutig
gelöst. Fensteranschlüsse werden durch die Abstimmung der Tiefe von Wand und
Fenster vereinfacht: siehe Detail. Durch die Lage der Versorgungseinrichtungen
in den allgemeinen Teilen des Gebäudes beschränken sich die Anbindungen je
Wohneinheit auf die von Allgemeinflächen zugänglichen und einfach wartbaren
Installationsschächte.
Qualitätssicherung:
Bei der Bauausführung werden spezielle Informationen für die Firmen durch die
beteiligten Experten zur Verfügung gestellt. Es wird eine den Erfordernissen
eines Passivhauses entsprechende, verstärkte örtliche Bauaufsicht geben. Alle
diese Maßnahmen werden schließlich durch thermografische Analysen und Blower-
Door- Messungen an den ca. 15 ausgewählten Wohnungen zur Qualitätssicherung
abgerundet.
MaSSnahmen
zur Einschulung der BewohnerInnen
Die
„Einschulung“ soll mit Hilfe der nachstehend angeführten
Kommunikationsmittel im Rahmen von sozialorganisatorischen Maßnahmen realisiert
werden. Sozialorganisatorische Maßnahmen zur frühen und nachhaltigen
Nachbarschaftsbildung und in Folge zur Identifikation mit der neuen Wohn- und
Wohnumfeldsituation haben sich bei anderen Wohnanlagen bewährt und sollen auch
hier zur Anwendung kommen. Die Bewohner werden zum aktiven Wohnen mit dem
neuen Konzept aktiviert werden, was wiederum in vermehrter Wohnzufriedenheit
und niederen Energie-Verbrauchswerten erkennbar sein sollte.
Eine
höchst aktive Bewohner-Kerngruppe (Mitgliederausschuss in bewährter
Genossenschaftstradition) soll mit diesen Maßnahmen mobilisiert werden, welche
unter anderem für die Verbreitung wichtiger Informationen nach der Wohnungsübergabe
(bspw. häufige Fehler) über den nachbarschaftlichen Bewohnertratsch sorgt.
Eingesetzte
Kommunikationsmittel
Laufender
Informationsfluss durch Info-Blätter, Website etc.
Durchführen
einer Bewohnerbefragung mittels Fragebogen um Informationsdefizite, Bedürfnisse,
Beteiligungsbereitschaft und Nutzerverhalten aufzeigen und geeignete Reaktionen
setzen zu können
Organisation
von Info-Abenden
Durchführung
von Workshops in Arbeitsgruppen zu speziellen Themengebieten und zum
gegenseitigen Kennen lernen, bspw. zu den Themen Heizen und Lüften,
Benutzerverhalten, Mitgestaltung der Grün- und Freiflächen, Entwicklung eines Nutzungskonzepts
für die Gemeinschaftsräume
Gemeinsame
Errichtung einer kleinen Spielskulptur.
Organisation
der laufenden Nachbetreuung
Einrichten eines „Bewohnerservice“
vor Ort (bspw. alle 14 Tage) beginnend drei Monate vor Wohnungsübergabe und
Betrieb im Gemeinschaftsraum bis sechs bis neun Monate danach, auch als Initialzündung
für Bewohnertreffs. Abschluss eines Servicevertrags mit der Lüftungsgerätefirma
Freiraumorganisation.
Die generelle Freiraumorganisation
sieht eine ablesbare und erlebbare Hierarchie von
Privatheit und Öffentlichkeit
innerhalb der Anlage vor. Von den privaten Freiräumen auf dem Dach, und Balkons
und Terrassen vor den Fassaden, über
Gemeinschaftsflächen unterschiedlicher Qualität und Bestimmung, die sich durch
die gesamte Struktur ziehen, vom Gemeinschaftsgarten auf dem Dach des
niedrigeren Bauteils am Kammelweg, über die überdachten Innenhöfe, den
zentralen offenen Platz, die großen Wiesen bis hin zu den eher wilden
ungeordneten Bereichen im Osten des Bauplatzes.
Hinsichtlich der
Aufteilung der Errichtungs-, Erhaltungs- und Pflegekosten der parzellenübergreifenden
gemeinsam genutzten Freiräume auf Bauplatz B und E wird eine Kostenzuordnung im
Verhältnis der jeweiligen Wohnnutzflächen der einzelnen Bauträger ins Auge
gefasst.
Die
öffentlichen Freiräume: Die
öffentlichen Bereiche werden als kommunikative Visitenkarte der Wohnhausanlage
begriffen. Alle Eingänge zu den Gebäuden sind mit Vorplätzen als
wichtigen Bindegliedern zum öffentlichen Raum der Straße versehen. Diese
Vorfelder des Wohnens sollen die Nutzung der Straße als öffentlichen Raum
baulich unterstützen. Die Eingangssituation im Norden bildet ein gemeinsamer
Vorplatz, der zwischen der Bebauung der HEIMBAU und den Gebäuden der GESIBA
situiert ist. Der öffentliche Gehweg ist in diese Fläche integriert,
um einen freien, offenen Zugang zu beiden Geländen zu ermöglichen. Sitzbänke
und Schattenbäume laden zum Verweilen ein und dienen als Treffpunkt und
kommunikativer Ort. Direkt an den Eingangsbereich angeschlossen befindet sich
ein abgesenkter Platz, der durch seine ruhige Oberfläche in Form einer
wassergebundenen Wegedecke, zum gemeinschaftlichen, entspannten Zusammensein
einlädt.
Die
gemeinschaftlich nutzbaren (halböffentlichen) Freiräume: Gemeinschaftsflächen
unterschiedlicher Qualität und Bestimmung ziehen sich durch die gesamte
Struktur: Die gemeinschaftlich nutzbaren Dachgärten, welche als Sonnendecks
und als Nutzgärten dienen, die überdachten und begrünten Erschließungsbereiche,
deren Gangsystem sich zu Aufenthaltsplätzen in unterschiedlichen Ebenen des Gebäudes
aufweitet und schließlich die ebenerdigen Bereiche rings um die Gebäude. Der
hallenartige Innenraum des südlichen Gebäudes (AH) wird durch die Begrünung
mit Bambus und Kletterpflanzen zu einem hochwertigen Aufenthaltsbereich. Die
funktionale Verbindung dieses ruhigen Innenhofs mit den östlich gelegenen
Wiesenflächen erfolgt über einen zentralen offenen Platz. Dieser Platz
dient als Verteiler sowie als kommunikativer Aufenthaltsraum mit urbanem
Charakter. Bambuspflanzungen und Betonplatten in 2 verschiedenen Farben
gliedern diesen Raum. Im zentralen Bereich des Solitärs werden Allgemeinräume
angeboten: diese Räumlichkeiten
befinden sich im Gartengeschoss und dem darüber liegenden Galeriegeschoss, und
in den darunter liegenden und zum Innenhof orientierten zwei Geschossen, –
ebenfalls mit Galerie – Von diesem Hof wird auch die Garage mit Tageslicht
belichtet. Diesen Räumen sind auch ein Kinder-WC und Raum für Mutter und
Vater, Wickelraum etc zugeordnet. Diese Räumlichkeiten sind auch für Veranstaltungen,
Mietertreff, usw., nutzbar. Die halbschattigen Kleinkinderspielplätze
sind entweder an die Gebäude, oder an die Spielpavillons angegliedert. Diese
Pavillons schließen das Gelände zur Straße hin ab, und sind durch Pergolen
miteinander verbunden, sodass schattige bzw. überdachte Spiel- und Aufenthalträume
geschaffen werden. Der Spielplatz für ältere Kinder ist am nördlichen
Rand situiert; um Lärmbelästigung weitestgehend zu verhindern, werden die
Spielgeräte entlang des öffentlichen Durchgangs situiert. Die Wiesen und die
eher wilden ungeordneten Bereiche im Osten des Bauplatzes ergänzen und
kontrastieren Platz und Hof. Es entsteht eine Abfolge von Bereichen hinsichtlich
des Grads der Öffnung - vom verglasten Innenhof, über befestigte, hausnahe Plätze
bis hin zu großen Wiesenflächen mit den angelagerten Aufenthaltsbereichen und
dem Bereich mit dichtem Vegetationsbestand, die zu den Freiräumen der
benachbarten Bauplätze überleiten.
Die
privaten Freiräume: der
Grossteil der privaten Freiräume ist direkt am Gebäude situiert. Am östlichen
Rand der Bebauung befindet sich das Grabeland, in dem sich Mieter Ihren kleinen
Traum vom eigenen Garten relativ nahe Ihrer Wohnung verwirklichen können. Sie repräsentieren
die unterschiedlichen Angebote privat nutzbarer Gärten: entweder der
Erdgeschosswohnung zugeordnet oder in einiger Entfernung zum Gebäude frei zu
jeder beliebigen Wohnung zumietbar. Die Gebäude weisen außerdem privat
nutzbare Loggien und Balkone, Privat-Dachgärten oder Dachnutzgärten
auf. Dem EG sind Terrassen mit kleinen Gartenhäusern vorgelagert. Von
den privaten Freiräumen auf dem Dach und als Balkons und Terrassen
vor den Fassaden, über Gemeinschaftsflächen unterschiedlicher
Qualität und Bestimmung, die sich durch die gesamte Struktur ziehen, vom Badegarten
und dem Gemeinschaftsgarten auf dem Dach des niedrigeren Bauteils am
Kammelweg, über die überdachten Innenhöfe, den zentralen offenen Platz, die
großen Wiesen bis hin zu den eher wilden ungeordneten Bereichen im Osten des
Bauplatzes.
Die
Erschließung: Die
Durchwegung der Anlage erfolgt mit Ausnahme des „wilden“ Bereichs im
Südosten in Nord Süd Richtung, wobei auf eine große Varianz der Wege
Wert gelegt wird (geschützt im Gebäude oder
im Freien, schnelle Wege mit glatten Oberflächen oder langsame Pfade und
Wiesenwege). Die Schaffung von monofunktionalen Flächen wird vermieden (Mehrfachnutzung).
So sind beispielsweise Gräben und Mulden zur Ableitung und Aufnahme von Tagwässern
gleichzeitig Spielanreiz und ökologisch wertvolle Vegetationsfläche.
Die zu sichernden ruderalen Bereiche mit Baum- und Strauchbeständen sind gleichzeitig
auch Spielräume und erste räumliche Strukturen im Freien. Dachgärten
dienen gleichermaßen der Erholung und der Rückhaltung von Niederschlagswasser.
Kinderspielbereiche sind zum einen im eher öffentlichen Eingangsbereich
der Anlage, gut einsichtig angeordnet (Sozialkontakte.. ) und stehen in
Verbindung mit Einrichtungen im Haus, Kinderwagenabstellplatz, Familienraum
mit WC und der verglasten multifunktionalen
Eingangszone des Hauses. Daneben steht der „wilde“ Bereich eher
dem ungeregelten Spiel zur Verfügung. Kinderspiel: Kinderspiel ist in
der Siedlung nicht auf die eigentlichen Kinderspielplätze beschränkt, die so
angeordnet sind, dass eine optimale Betreuung und geringe Belästigung der
Anrainer erfolgen kann. Die Kleinkinderspielbereiche sind zum einen im
eher öffentlichen Eingangsbereich der Anlage, gut einsichtig angeordnet
(Sozialkontakte.. ) und stehen in Verbindung mit Einrichtungen im Haus, Kinderwagenabstellplatz,
Familienraum mit WC, den Spielpavillons und der verglasten
multifunktionalen Eingangszone
des Hauses, Kinderwagenabstellplatz, Familienraum mit WC, den Spielpavillons und
der verglasten multifunktionalen Eingangszone
des Hauses. Der Spielplatz für ältere Kinder ist an dem nördlichen Rand
situiert, um ein ungestörtes spielen zu ermöglichen, ohne dass die Mieter
dadurch zu sehr belästigt werden. Daneben steht der „wilde“ Bereich neben
den Spielgeräten für Ältere eher dem ungeregelten Spiel zur Verfügung. Regeln:
Die Organisation des Zusammenlebens läst sich nur bedingt baulich – räumlich
lösen. Um Nutzungskonflikte optimal zu steuern, wird die Einrichtung eines
geeigneten Bewohnerforums (Anlagenausschuss) vorgeschlagen. Lösungsansatz
zur parzellenübergreifender und bereits mit Bauplatz E abgestimmten
Organisation der Freiräume:
Die Chance zu einer parzellenübergreifenden
Struktur bietet sich vor allem im Nordosten des Planungsgebietes.
Der dort angelegte Spielplatz ist auch eine Kommunikationsfläche, bei
der ein reger Austausch zwischen den Bewohnern gefördert wird. Räumlich wird
das durch das Miteinbeziehen des Nachbargrundstückes in die Bepflanzung noch
verstärkt. Der romantisch verwilderte Altbestandes wird im Sinne eines Netzes
auch in den Nachbarparzellen erhalten und bildet die räumliche Grundstruktur
einer größeren, gemeinsam und vielfältig nutzbaren Fläche. Im Norden stellt
der gemeinsame Vorplatz einen idealen Treffpunkt für die Bewohner dieser Anlage
dar. Im zentralen Bereich werden Allgemeinräume angeboten, offen,
oder im geschlossenen Bereich, in der Sonne und im Schatten, mit Stufen und ohne
Stufen und Folgeeinrichtungen ausgestattet sind: z.B. Kinder-WC, Wickelplatz,
Aufenthalt für Mütter und Väter zur Betreuung von Kleinkindern und
Kindern, im Bereich der vertikalen Kommunikationseinrichtungen,
(der Stiegen und Aufzüge zu den Wohnungen, Dachterrassen, Garagen und unter Grün
-und belichtet angebotenen Einrichtungen).Die privaten Gärten auf den Dächern
mit besonders günstiger Aussicht werden ergänzt durch öffentliche Bereiche
mit der Breite 15 Meter und der Länge ca. 80 Meter, die so situiert sind,
dass diese Bereiche durch Lift und Aufzug für alle Bewohner besonders günstig
erschlossen sind und auch Schattenplätze und Toiletteanlagen zur Verfügung
stehen. Wasser „ist ein Thema“. Im zentralen Bereich kann die Anlage überdacht
und auch windgeschützt durchquert werden.
Ökologische
Grundsätze:
In der Beschreibung und
in den Datenblättern sind eine Vielzahl von ökologischen Maßnahmen in Bezug
auf Energieverbrauch, Baustoffe und Wasserverbrauchsreduzierung genau angeführt.
Im folgenden soll eine kurze Zusammenfassung wiedergegeben werden.
Minimaler
Energieverbrauch mit Nutzung erneuerbarer Energie
Das Passivhaus benötigt
einen minimalen Energieverbrauch für die Raumheizung, wobei über den Südtrakt
und die Glaspassage passive Sonnenwärme gewonnen wird. Entsprechende
energiesparende Haushaltsgeräte sind vorgesehen. Der verbleibende Strombedarf
wird weitgehend solar durch eine Photovoltaikanlage auf dem Gründach abgedeckt.
Wasserverbrauchsreduzierung:
Durch den Einbau
wassersparender Armaturen und ein Brauchwassersystem, das über Brunnen versorgt
wird, wird der Bedarf an Hochquellwasser weitgehend reduziert.
Verwendung recyclingfähiger bzw.
schadstoffarmer Baustoffe insbesondere H-FCKW und H-FKW freier Materialien:
Bei
der Auswahl der Baustoffe wurden recyclingfähiger bzw. schadstoffarmer
H-FCKW und H-FKW Materialen berücksichtigt (siehe Datenblätter). Besondere
Sorgfalt wurde bei der Auswahl von Kunststoffen, Montageschäumen und
Klebstoffen angewandt. Es wurden emissionsarme Dispersionsklebstoffe nach EMICODE
EC1 „sehr emissionsarm“ der Gemeinschaft emissionskontrollierter
Verlegwerkstoffe e.V. ausgewählt. Die Wandfarbe ist aus atmungsfähiger
schadstofffreier Leimfarbe, die ausgewählten Fertigparkettböden sind
schadstoffarm und umweltfreundlich hergestellt. Bei der Auswahl der Fliesen (Marazzi-Qualität)
wird auf nicht radioaktive Materialien zurückgegriffen.
Sämtliche
Außenfenster werden aus passivhaustauglichen Holz/Alu- Profilen hergestellt.
AUSSENANLAGEN
Das
Baugelände weist eine große Anzahl erhaltenswerter Bäume, Sträucher
und Wildstauden auf, Teilweise Altbestand aus früheren Nutzungen, zum
großen Teil jedoch vom Auenstandort beeinflusste Ruderalvegetation. Diese Bestände
werden während der Bauphase gesichert (ökologische Bauaufsicht) Die Bestände
sind in das Funktions- und Gestaltungskonzept
als wesentliche Elemente einbezogen (v. a. freies Kinderspiel, erste
raumwirksame Vegetationsstrukturen). Die kompakte Anordnung der Baukörper
bietet gute Voraussetzungen zur Sicherung der Bestände.
In
den Außenanlagen werden Pflanzen verwendet, welche dem natürlichen
Standort entsprechen. So kann auch ein Beitrag zur Erhaltung der
einheimischen Fauna in Wohngebiet geleistet werden. In funktional begründeten
Einzelfällen kommen auch nicht einheimische Pflanzen zum Einsatz. Wasser: Generell
wird die Maximierung der verdunstenden Oberflächen durch die Verwendung
offener, wasserdurchlässiger Beläge angestrebt. Ein oberflächliches
Ableitungs- und Versickerungssystem,
bestehend aus offenen Rinnen, Rigolen und Sickermulden nimmt die anfallenden
Tagwässer auf und schafft zugleich Gliederung und Struktur des Geländes. In
natürlich geformten Bodensenken wird dieses Wasser gesammelt und versickert.
Diese temporären Wasserflächen vermitteln Naturkontakt und bieten attraktive
Spielanreize.
Funktionen:
Die bereits in der
Bauphase gesicherten Ruderalflächen und Gehölzbestände übernehmen die
Aufgabe nicht reglementierter Spielbereiche für Kinder. Alte Einzelbäume
bilden erste Schattenbereiche im Freiraum. Sickerkeile und Entwässerungsrinnen
bilden anregende Strukturen, nicht nur fürs Kinderspiel.
Erschließung: Gebäude
und Gelände sind auf vielen Wegen und Pfaden durchquerbar. An den Oberflächen
ist die Bedeutung und die Hierarchie des Weges spürbar. Hauptwege
der Anlage liegen in Nord Süd Richtung sehr nahe an den Gebäuden, um einen möglichst
effizientes Wegenetz zu schaffen, bei dem sich auch Gehbehinderte oder Frauen
mit Kinderwägen problemlos und ohne unnötige Anstrengungen durch den Freiraum
bewegen können. Es wird jedoch auf eine große Varianz der Wege Wert
gelegt. Langsame geschwungene Pfade aus wassergebundener Wegedecke durchziehen
das Gelände, ebenfalls wie die schnelle Wege mit glatten Oberflächen. Ablesbarkeit:
Das Geflecht vorhandener und über die Bauphase gesicherter
Vegetationsstrukturen wird überlagert von einem vornehmlich linear ausgeformten
Netz neuer Elemente: Hecken, Wege, Baumreihen, Beleuchtung. Beläge und
Vegetation zeigen den Grad der Öffentlichkeit / Privatheit an. Sie bilden eine
leicht verständliche Struktur, in der sich der Nutzer schnell zurechtfinden
kann. Das Geflecht vorhandener und über
die Bauphase gesicherter Vegetationsstrukturen wird überlagert von einem klar
strukturiertem Netz neuer Elemente: Hecken, Wege, Baumreihen, Beleuchtung. Patina:
Vegetation, vor allem Bäume benötigen Jahrzehnte um ihre volle räumliche
und ästhetische Wirkung zu entfalten. Gebaute Elemente müssen ihnen folgen können.
Im Freiraum werden deshalb nur jene Materialien Verwendung finden die Spuren des
Gebrauchs in Patina verwandeln. Alterungsfähigkeit:
Pflanzen, vor allem Bäume benötigen Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Die im
Freiraum verwendeten Materialien müssen diesen Reifungsprozess begleiten ohne
kaputtzugehen. Daher haben einfache, dauerhafte Materialien den Vorzug. Frauen,
Betagte, Behinderte, Kinder. Die Gestaltung nimmt Rücksicht auf
Frauenbedürfnisse und die Besonderheit der Anforderungen und Erwartungen
Betagter und Behinderter, der Kinder: durch Situierung, Zuordnung,
unterschiedliche Stufen der Privatheit und Öffentlichkeit, Barrierefreiheit.
Vermieden werden dichte Gehölzgruppen und nicht einsehbare Bereiche.
Funktional wichtige Räume werden im Eingangsbereich angeordnet. Die Garagen
erhalten vom Hof Tageslicht. Dieser Hof ist den Gemeinschaftsräumen
vorgelagert, auch die Räume im G1 und G2 im „Solitär“ sind diesem Hof
zugeordnet und von diesem belichtet.
Im Bereich des straßenseitigen
Zuganges sind die Postkasteln angeordnet, der Müllraum an der
Garagenzufahrt und direkt vom straßenseitigen Hauptzugang und der Mall
erreichbar.
Übersicht:
Heizenergiebedarf
für das gesamte Gebäude:
Haustechnisches
Konzept
Fotovoltaik
deckt 75 % bis 100 % des Gerätestromes für Raumheizung und Warmwasser, das
Fotovoltaik
– Contracting – Modell sichert optimale Bedingungen für die Nutzer,
die
„Naturkraft“
(Wiener Stadtwerke) wirbt mit dieser Anlage an der Südfassade des „Solitärs"
(Haus A).
Mit Hilfe
von modernsten Kleinst-Wärmepumpen werden die einzelnen Wohnungen dezentral
mit Wärme versorgt. Dezentrale Lüftungsgeräte mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung
und niedrigstem Leistungsbedarf sorgen für die automatische Komfortlüftung.
Da die in der Abluft enthaltene Restwärme mittels Kleinstwärme
genutzt wird, kommt ein Erdwärmetauscher zur Vorwärmung der Außenluft
zum Einsatz. Dieser ist in der Lage, das Temperaturniveau während der
Heizperiode auf +4 bis +8°C anzuheben, sodass die Abluft immer oberhalb dieser
Werte liegt und somit von der Kleinstwärmepumpe nutzbar ist. Da im
Passivhausstandard 45-60% des gesamten Wärmebedarfs für das Warmwasser benötigt
wird, versorgt die Wärmepumpe dieses auch vorrangig. Dadurch steht –
ohne elektrische Nachheizung – immer die ausreichende Menge (>120 Liter)
Warmwasser zu Verfügung. Die Raumheizung erfolgt durch Wärmeübertragung vom
Warmwasserspeicher auf die Zuluft (ca. 40°C). Die elektrische
"Notheizung", die üblicherweise für das Warmwasser eingesetzt wird,
kommt nun für die Raumwärme zum tragen: Bei einem Verbrauch von wenigen
hundert kWh/a sorgt sie für entsprechenden Komfort und auch eine "psychologische"
Wärmequelle in einem Gebäude, das scheinbar ohne Heizung funktionieren muß.
Dieses Konzept bringt neben niedrigsten Energieverbräuchen und –kosten noch
weitere Vorteile mit sich: Einfachste Abrechnung der Heizungs- und
Warmwasserkosten (Stromrechnung). Jeder Nutzer bedient und regelt seine
Anlage nach seinen eigenen Bedürfnissen. Ein Ausfall einer dezentralen
Einheit bleibt ohne Konsequenz für alle anderen Mieter. Letztlich sind durch
das weitgehende Entfallen von wasserführenden Leitungen auch geringere
Folgekosten zu erwarten. Bei der
Ausbildung der Baukörper mit der vorgeschlagenen zentralen / mittigen
Erschließungshalle, die sowohl durch
Oberlicht als auch seitliche große verglaste Bereiche (zur allgemeinen Nutzung)
belichtet ist, kann durch die Einbeziehung der Erschließungshalle in den gedämmten
Bereich – (und dadurch der Verringerung der Gebäudeoberfläche um ca.
30%), die Abwärme der Garage wird genutzt und von der Bodenheizung in
die Mall „eingebracht“ (– Wasser als Wärmeträger / PV – Deckung!) und
die Hallentemperatur auf +18° Grad gehalten. Das erlaubt die
Dimensionierung der zur Halle hin gelegenen Wohnungswände mit ca. 10 cm Dämmung
(statt ca. 30 cm Dämmung). Erst die Beheizung der Zugangsbereiche macht diese
Bereiche für die Bewohner während des ganzen Jahres großzügig und
individuell nutzbar. Leitungen werden in diesem Bereich geführt, und Wärmeverluste
minimiert. Die Wartung der dezentralen Wohnungsaggregate kann vom Zugang
erfolgen, Störungen und Geräuschbelästigungen sind ausgeschlossen. Bauliche Schwachpunkte
einer 6- geschossigen Bebauung sind (unter anderen) die konstruktiv richtige
Ausbildung der Übergänge zur Garage (die unter dem Gebäude vorgeschlagen
wird), wesentlich ist die konstruktiv richtige Ausbildung der Dachzonen, mit
Attika, Durchdringung, Anschlüssen usw. Dazu werden als Ergebnis
bisheriger realisierter Planung von Passivhäusern innovative Vorschläge
zur thermischen Trennung gemacht: „System Waclawek“ – siehe Details. Kaltwasserzählung
mittels Zähleinrichtung erfolgt individuell über fernauslesbare
Kaltwasser-Kapselzähler.
Die Abrechnung der Heizungs- und Warmwasserkosten erfolgt über die normale
Haushalts-Stromrechnung und verursacht somit keine zusätzliche
finanzielle Belastung der Wohnungsnutzer - die Warmwasserzählung kann
entfallen, sie ist im vorgeschlagenen System nicht erforderlich, weil Warmwasser
von der dezentralen Energieversorgung über den Wärmetauscher vorrangig
bereitgestellt wird.
Dachwässer
werden in Zisternen geleitet und als Zweitsystem zur Nutzung im Sanitärbereich
und abgestimmt auf das Freiraumkonzept und das Grundwasser ausgeführt: „zweiter
Wasserleitungskreis installationsmässig berücksichtigt “
Maßnahmen
zur Gewährleistung der Luftdichtheit der Gebäudehülle. Die Luftdichtheit
wird einerseits durch die massive Bauweise und andererseits durch sorgfältig
ausgeführte Details gewährleistet. So werden Fenster und Fenstertüren, wie im
Detail erkennbar, mit verklebten Folien eingedichtet. Kabeldurchführungen durch
Außenwände werden nur in ganz wenigen Fällen vorgesehen und dann
Dauerelastisch verschlossen. Weitgehend vermieden werden Dachdurchdringungen.
Sie werden dort, wo auf sie nicht verzichtet werden kann, in Schächten
zusammengefasst und luftdicht abgeschlossen. Bei der Einmündung der Schächte
in die Garage wird der verbleibende Querschnitt mit Beton ausgegossen.
Die
vorgesehen Alu-Holz-Fenster mit Passivhausstandard werden mit
Dichtfolien eingebaut und die Fensterrahmen überdämmt. Die angestrebte
Vorfertigung von Wandelementen samt Blindstock erleichtert die Abwicklung. Bei
der Ausführung werden durch sorgfältige Kontrollen und Qualitätssicherungsmaßnahmen
(Blower-Door-Test, usw.) mögliche kleinere Schwachstellen ausgemerzt. Eine
wirksame Sommerlüftung der Wohnungen gewährleisten die zweiflügeligen Dreh-
Kipp- Türen. Für verglaste Pufferräume wird ein innenliegender Sonnenschutz
in Form von beweglichen textilen Sonnensegeln, die auch die Abstrahlverluste im
Winter reduzieren, geplant. Die Erschließungshalle ist mit der Abwärme
der Garage geheizt. Durch den Einsatz von ökologisch unbedenklichen
Baumaterialien (Blähton, Ziegelsplitt-Recycling-Material, Perlite,
Holz-Alufenstern, usw.) wird ein hoher ökologischer Standard erreicht. Beim Innenausbau
wird besonders auf ökologisch vorteilhaften Materialeinsatz geachtet.
TQA
- Es dient auch in der
Planungsphase als Hilfsmittel zur Entscheidungsfindung. Die Projektanten /
Planer sind im Umgang mit dem Instrument erfahren.
Die
Nachbarschaft
mit der Größe von ca. 200 Wohneinheiten und 500 Einwohnern ist gerade richtig,
um als solche erlebt und auch für Außenstehende erfasst zu werden. Das Konzept
der abgestimmten Planung von Bauplatz B und E ermöglicht diese Synergieeffekte.
Eine Nachbarschaft dieser Größe ist geeignet, eine eigene
Lebenskultur, „Subkultur“
entwickeln zu lassen: „Milieubildung“.
Voraussetzung einer solchen identitätsstiftenden Organisation ist die
Wahrnehmbarkeit, bzw. definierte Abgrenzung zu umliegenden Bereichen. Bei der
beabsichtigten Förderung der Organisation lokaler Gruppen und dem Anbot „inszenierter
Freizeiteinrichtung“ wird diese Entwicklung besonders im Bereich
gemeinschaftlicher Nutzungen und an den Naht- und Verzahnungsplätzen gefördert
werden. Dazu gehört, dass die Grenzen des Bauplatzes eindeutig und auch
gestalterisch definiert sind. Beschränkungen des Zutrittes, Toreffekte und
deren gestalterische Ausbildung sind Voraussetzungen baulicher
Identifikationsstiftung. Deshalb wird der Ausbildung dieser Schwellbereiche
besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Im
Bereich der Dachnutzungen werden „private“ Dachgärten vor südorientierten
Maissonetten angeboten, öffentliche Dachbereiche am Dach der ost- west
orientierten Baukörper, samt Folgeeinrichtungen als Voraussetzung für die
Annahme der Bewohner, unterstützt durch organisatorische Hilfestellung des
Bauträgers. Nutzungen unter Niveau werden unter dem Aspekt der Gestalt und auch
Sicherheit mit Lichtöffnungen, bzw. platzartigen Erweiterungen zur
intensiven Nutzung angeboten, sie werden durch diese Erschließung auch als
Bereiche des täglichen Lebens wahrnehmbar. Das Wegenetz wird so
vorgeschlagen, dass für den Einzug, Umzug und Anlieferung sinnvolle
Voraussetzungen bestehen, die Befahrbarkeit für die Feuerwehr wird in die
Gestaltung integriert, ansonsten ist die Anlage Autofrei.
Im
Bereich der ost-west-orientierten Baukörper werden „ durchgesteckte“
Wohnungen mit ost-west- Orientierung angeboten. Diese Wohnungen queren
die Hallenbereiche und werden zusätzlich aus der Halle belichtet. Die
konstruktiven Voraussetzungen für die freie Wahl der Wohnungstypologie
B/C/D ist Teil der Planung. Maßnahmen zur Einschulung der BewohnerInnen: Die „Einschulung“
wird mit den dafür entwickelten Kommunikationsmitteln
im Rahmen von sozialorganisatorischen Maßnahmen realisiert werden. Die
Bewohner werden zum aktiven Wohnen mit dem neuen Konzept aktiviert.
Eingesetzte
Kommunikationsmittel:. ständiger Informationsfluss durch Info-Blätter, Website
etc. Durchführen einer Bewohnerbefragung mittels Fragebogen um
Informationsdefizite, Bedürfnisse, Beteiligungsbereitschaft und Nutzerverhalten
aufzeigen und geeignete Reaktionen setzen zu können. Organisation von
Info-Abenden. Durchführung von Workshops, in Arbeitsgruppen, zu speziellen
Themengebieten und zum gegenseitigen Kennen lernen, bspw. zu den Themen Heizen
und Lüften, Benutzerverhalten, Mitgestaltung der Grün- und Freiflächen,
Entwicklung eines Nutzungskonzepts für die Gemeinschaftsräume. Gemeinsame
Errichtung einer kleinen Spielskulptur, Probewohnen in der Musterwohnung bzw. in
der Gästemietwohnung. Organisation der Nachbetreuung: Einrichten eines
„Bewohnerservice“ vor Ort, beginnend drei Monate vor Wohnungsübergabe und
Betrieb im Gemeinschaftsraum bis drei Monate danach, auch als Initialzündung für
Bewohnertreffs. Abschluss eines Servicevertrags mit der Lüftungsgerätefirma
(Filtertausch – Einschulung).
Wohnqualität
und „Mehrwert“ des Projektes
DURCH
DIE Abstimmung DER Planungen DER „ALTMANNSDORF- HETZENDORF“ (BAUPLATZ E) UND
DER „HEIMBAU“ (BAUPLATZ B) IN DEN bEREICHEN DER FREI- und GRÜNRAUMplanung,
DER MIETERORIENTIERUNG, DER BAUPLANUNG, DER VERSORGUNG und ENTSORGUNG werden
SYNERGIEEFFEKTE ERZIELT,
die
über die in Einzelprojekten erreichbaren positiven Möglichkeiten hinausgehen
und für die künftigen Nutzer von Vorteil sein werden. Die Möglichkeit und das
Erfordernis höherer Qualitätsstandards der technischen Details hat für die künftigen
Nutzer eine umfassende und hohe Qualität der Wohnumwelt und im Bereich der
eigenen Wohnung zur Folge. Die Nutzer werden in die Lage versetzt werden, über
die Nutzung und den Gebrauch der Heizung individuell Entscheidungen zu treffen
und auf die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen abzustellen. Auch die Möglichkeit
öffentliche, halböffentliche und Zugangsbereiche qualitativ hochwertig
anzubieten, stellen wichtige Synergieeffekte dar.
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