{"id":1187,"date":"2013-09-26T11:33:02","date_gmt":"2013-09-26T09:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.waclawek.com\/?page_id=1187"},"modified":"2013-09-26T11:34:14","modified_gmt":"2013-09-26T09:34:14","slug":"wohnhausanlage-am-schoepfwerk-in-wien-stadt-wien-ma-19","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.waclawek.com\/?page_id=1187","title":{"rendered":"WOHNHAUSANLAGE AM SCH\u00d6PFWERK IN WIEN &#8211; STADT WIEN, MA 19"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auftraggeber:<\/strong> Magistrat der Stadt Wien, MA 19, an das Architektenteam Sch\u00f6pfwerk.<\/p>\n<p><strong>Anschrift:<\/strong> 12; Wien, am Sch\u00f6pfwerk<\/p>\n<p><strong>Geb\u00e4udeart:<\/strong> Wohnhausanlage mit Folgeeinrichtungen: Schule, Kindergarten und Tagesheim, Kirche, Einkauf, Bibliothek, usw.<\/p>\n<p><strong>Aufgabenstellung:<\/strong> ein neuer Stadteil, in peripherer Lage, eine Grosswohnanlage mit 2200 Wohnungen, im Zuge der Stadterweiterung<\/p>\n<p><strong>F\u00f6rderung:<\/strong> Wohnbauf\u00f6rderung<\/p>\n<p><strong>Fertigstellung:<\/strong> 1980<\/p>\n<p><strong>Planung:<\/strong> Architektenteam Sch\u00f6pfwerk, Federf\u00fchrung Victor Hufnagl, E. Bauer, L. Parenzan, J. Peters, M. Pribitzer, Fritz Waclawek<\/p>\n<p><strong>Bauleitung:<\/strong> Magistrat der Stadt Wien<\/p>\n<p><strong>Ausf\u00fchrende:<\/strong> Generalunternehmerleistungen<\/p>\n<p><strong>Politik:<\/strong> Ausgel\u00f6st durch die Ausstellung &#8222;st\u00e4dtische Wohnformen&#8220; und der Kritik am St\u00e4dtebau der 50er Jahre wurde unter R\u00fcckbesinnung auf die Wiener Tradition der Wohnh\u00f6fe und als Reaktion auf Fehlentwicklungen der 50er Jahre Anliegen wie die Mischung st\u00e4dtischer Funktionen, Verdichtung, Trennung des Verkehrs, viele unterschiedliche Wohntypen und Wohnformen, Vorfertigung, usw. baulich umgesetzt.<\/p>\n<p><strong>Nachbarn:<\/strong> Das ehemalige Kleingartengebiet wurde zu 3\/4 zur Bebauung freigegeben, nur der sogenannte &#8222;Westring&#8220; wurde nicht realisiert: die auch dort bestehenden Kleingartenanlagen blieben erhalten<\/p>\n<p><strong>Widmung:<\/strong> Bauabschnittsweise und mit fortschreitender Planung wurde &#8211; auch um die vorgegebenen Wohnungszahlen einhalten zu k\u00f6nnen &#8211; die Bebauung immer dichter, die Bauten wurden h\u00f6her und h\u00f6her, am h\u00f6chsten im Westring und beim &#8222;Hochhaus&#8220;, dem letzten Bauabschnitt.<\/p>\n<p><strong>Erschliessung:<\/strong> U-Bahnanschluss, Fussg\u00e4ngerbereiche entlang von Ringstrassen, &#8230;<\/p>\n<p><strong>H\u00f6henlage:<\/strong> im Bereich des Auslaufes des Wienerberges gelegen, sollte das Hochhaus nach dem st\u00e4dtebaulichen Gutachten von C.Heil einen weithin sichtbaren Merkpunkt darstellen.<\/p>\n<p><strong>Baugrund:<\/strong> Lehmb\u00f6den, die durch Auflast stark verdichtet wurden und beim Hochhaus Setzungen bis zu ca 25 cm zur Folge hatten.<\/p>\n<p><strong>Geb\u00e4udebeschreibung:<\/strong> Im Rahmen des Konzeptes der Wohnh\u00f6fe wurden Bau- und Wohnformen entwickelt, die weit \u00fcber das zur Zeit \u00fcbliche hinaus gingen: Maisonettewohnen, Split-level- Wohnen, Terrassenwohnen, flexibles Wohnen, Laubengang-Erschliessungen, Erschliessungen von zentralen Treppent\u00fcrmen aus, abgetreppte Bauk\u00f6rper, intimere Wohnformen im sogenannten S\u00fcdring mit den von mir bearbeiteten &#8222;Oktogonen&#8220; (Erschliessungs\u00fcberarbeitung, Abgehen von den Laubeng\u00e4ngen der urspr\u00fcnglichen L\u00f6sung und Orientierung von jeweils 8 Wohnungen auch zu den H\u00f6fen &#8211; mit dem Charakter halb\u00f6ffentlicher R\u00e4ume), Bauliche Integration von &#8222;Folgeeinrichtungen&#8220; wie den \u00f6ffentlichen Einrichtungen.<\/p>\n<p><strong>Nutzung:<\/strong> Nutzungsmix<\/p>\n<p><strong>Besiedlung:<\/strong> Durch die Besiedlung wurden f\u00fcr die mittelfristige Entwicklung der Anlage die Weichen gestellt. Wohnungszuweisungen nach sozialen Kriterien, bei gelichzeitiger finanzieller Unterstz\u00fctzung der neuen Mieter hat Selektionsdruck, Abwanderung und auch die verst\u00e4rkte Besiedlung mit &#8222;Problem-F\u00e4llen&#8220; zur Folge gehabt. Diese Politik wirkt bei gleichzeitiger relativer Zufriedenheit der Bewohner mit der Anlage und dem Angebot an Einrichtungen bis heute negativ und ist bestimmend f\u00fcr kritische Haltung vor allem von &#8222;Aussenstehenden&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien, MA 19, an das Architektenteam Sch\u00f6pfwerk. Anschrift: 12; Wien, am Sch\u00f6pfwerk Geb\u00e4udeart: Wohnhausanlage mit Folgeeinrichtungen: Schule, Kindergarten und Tagesheim, Kirche, Einkauf, Bibliothek, usw. Aufgabenstellung: ein neuer Stadteil, in peripherer Lage, eine Grosswohnanlage mit 2200 Wohnungen, im Zuge der Stadterweiterung F\u00f6rderung: Wohnbauf\u00f6rderung Fertigstellung: 1980 Planung: Architektenteam Sch\u00f6pfwerk, Federf\u00fchrung Victor Hufnagl, E. Bauer, L. Parenzan, J. Peters, M. Pribitzer, Fritz Waclawek Bauleitung: Magistrat der Stadt Wien Ausf\u00fchrende: Generalunternehmerleistungen Politik: Ausgel\u00f6st durch die Ausstellung &#8222;st\u00e4dtische Wohnformen&#8220; und der Kritik am St\u00e4dtebau der 50er Jahre wurde unter R\u00fcckbesinnung auf die Wiener Tradition der Wohnh\u00f6fe und als Reaktion auf Fehlentwicklungen der 50er Jahre Anliegen wie die Mischung st\u00e4dtischer Funktionen, Verdichtung, Trennung des Verkehrs, viele unterschiedliche Wohntypen und Wohnformen, Vorfertigung, usw. baulich umgesetzt. Nachbarn: Das ehemalige Kleingartengebiet wurde zu 3\/4 zur Bebauung freigegeben, nur der sogenannte &#8222;Westring&#8220; wurde nicht realisiert: die auch dort bestehenden Kleingartenanlagen blieben erhalten Widmung: Bauabschnittsweise und mit fortschreitender Planung wurde &#8211; auch um die vorgegebenen Wohnungszahlen einhalten zu k\u00f6nnen &#8211; die Bebauung immer dichter, die Bauten wurden h\u00f6her und h\u00f6her, am h\u00f6chsten im Westring und beim &#8222;Hochhaus&#8220;, dem letzten Bauabschnitt. Erschliessung: U-Bahnanschluss, Fussg\u00e4ngerbereiche entlang von Ringstrassen, &#8230; H\u00f6henlage: im Bereich des Auslaufes des Wienerberges gelegen, sollte das Hochhaus nach dem st\u00e4dtebaulichen Gutachten von C.Heil einen weithin sichtbaren Merkpunkt darstellen. Baugrund: Lehmb\u00f6den, die durch Auflast stark verdichtet wurden und beim Hochhaus Setzungen bis zu ca 25 cm zur Folge hatten. Geb\u00e4udebeschreibung: Im Rahmen des Konzeptes der Wohnh\u00f6fe wurden Bau- und Wohnformen entwickelt, die weit \u00fcber das zur Zeit \u00fcbliche hinaus gingen: Maisonettewohnen, Split-level- Wohnen, Terrassenwohnen, flexibles Wohnen, Laubengang-Erschliessungen, Erschliessungen von zentralen Treppent\u00fcrmen aus, abgetreppte Bauk\u00f6rper, intimere Wohnformen im sogenannten S\u00fcdring mit den von mir bearbeiteten &#8222;Oktogonen&#8220; (Erschliessungs\u00fcberarbeitung, Abgehen von den Laubeng\u00e4ngen der urspr\u00fcnglichen L\u00f6sung und Orientierung von jeweils 8 Wohnungen auch zu den H\u00f6fen &#8211; mit dem Charakter halb\u00f6ffentlicher R\u00e4ume), Bauliche Integration von &#8222;Folgeeinrichtungen&#8220; wie den \u00f6ffentlichen Einrichtungen. Nutzung: Nutzungsmix Besiedlung: Durch die Besiedlung wurden f\u00fcr die mittelfristige Entwicklung der Anlage die Weichen gestellt. 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