{"id":748,"date":"2013-09-18T10:55:48","date_gmt":"2013-09-18T08:55:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.waclawek.com\/?page_id=748"},"modified":"2013-09-27T16:50:05","modified_gmt":"2013-09-27T14:50:05","slug":"bautraeger-wettbewerb","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.waclawek.com\/?page_id=748","title":{"rendered":"BAUTR\u00c4GER-WETTBEWERB"},"content":{"rendered":"<p>Bautr\u00e4gerwettbewerbe und Verfahrens\u00e4nderungen sind in Diskussion:<br \/>\ndas er\u00f6ffnet Chancen und M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Das Thema interessiert.<\/p>\n<p>Ich werde mich weiter damit besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><strong>Dazu einige &#8222;schnelle Gedanken, im Konzept&#8220; &#8211; nicht f\u00fcr Aussenstehende:<\/strong><\/p>\n<p><strong>kolportiert wird:<\/strong> dass Baut\u00e4ger-Wettbewerbe die<\/p>\n<ol>\n<li>Baukosten reduzieren,<\/li>\n<li>Qualitative Verbesserungen zur Folge haben, und<\/li>\n<li>das Verfahren deshalb unbestritten und sinnvoll ist.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong> Wettbewerbe<\/strong> nach der <strong>Wettbewerbsordnung<\/strong> werden oft in der folgenden Weise abgewickelt:<\/p>\n<ul>\n<li>Vom unabh\u00e4ngigen Berater wird die Ausschreibung erarbeitet, die<\/li>\n<li>Jury ist unabh\u00e4ngig, und<\/li>\n<li>nicht befangen<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Fragen sind die nach der Anonymit\u00e4tsverletzung ?, &#8211; Kenntnis des Verfassers eines eingereichten Projektes ?, Verschwiegenheit bis zum Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses: Geheimhaltungspflicht, der<\/p>\n<ul>\n<li>Wettbewerb ist ein oder mehrstufig, er ist<\/li>\n<li>offen f\u00fcr alle Interessenten,<\/li>\n<li>er ist anonym,<\/li>\n<li>der erste Preis &#8222;wird realisiert&#8220;, das Preisgericht empfielhlt eindeutig,<\/li>\n<li>weitere Preistr\u00e4ger erhalten finanzielle Abgeltungen: die Preise,<\/li>\n<li>Ergebnisse und Wertungen werden nachvollziehbar begr\u00fcndet und die<\/li>\n<li>Ergebnisse werden \u00f6ffentlich ausgestellt,<\/li>\n<\/ul>\n<p>usw.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong> Nicht feststeht,<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>dass bisherige Bautr\u00e4ger &#8211; Wettbewerbe die Baukosten gesenkt haben &#8211; die Baukosten sind allgemein, international, national und lokal stark &#8222;eingebrochen&#8220;, &#8211; abgerechnete Projekte liegen bisher nicht vor, die<\/li>\n<li>h\u00f6here &#8222;soziale &#8211; inhaltliche &#8211; \u00f6kologische&#8220; Qualit\u00e4t von Realisierungen wird vermutet,<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fest steht,<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>dass ausl\u00e4ndische Interessenten nicht &#8222;zum Zug gekommen sind&#8220; &#8211; anders als zB in Deutschland bei den Verfahren, an denen man sich orientiert hat,<\/li>\n<li>dass ein kleiner Kreis von Teilnehmern immer wieder zum &#8222;Zug kommt&#8220;,<\/li>\n<li>dass Jurymitglieder und Wettbewerbsteilnehmer &#8222;befangen sind&#8220;,<\/li>\n<li>immer wieder befangen sind und sich Preise geben,<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vermutet wird,<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>dass Projekte &#8222;zugeteilt werden&#8220;,<\/li>\n<li>Wertungen nicht objektiv sind,<\/li>\n<li>Startvorteile &#8222;vergeben werden&#8220;, dass<\/li>\n<li>Absprachen leicht m\u00f6glich sind,<\/li>\n<li>Kreativit\u00e4t zu kurz kommt,<\/li>\n<li>&#8222;Soziale Innovation&#8220; bei der Jurierung zu kurz kommt,<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fest steht,<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>dass keine objektivierte Analyse der Ergebnisse und des Verfahrens vorliegt,<\/li>\n<li>dass Forschungsinhalte und Forschungs-Ergebnisse in das Verfahren nicht &#8222;einfliessen&#8220;,<\/li>\n<li>daher &#8222;Lernen nur fallweise und zuf\u00e4llig erfolgen kann,<\/li>\n<li>dass Vorgaben wie Bebauungs-Dichte als Ergebnis der Grundst\u00fcckbeschaffung ungepr\u00fcft \u00fcbernommen werden,<\/li>\n<li>dass Besitzer von Grundst\u00fccken im Verfahren Vorteile haben,<\/li>\n<li>die soziale Zielrichtung nicht erkennbar ist,<\/li>\n<li>an der Nachfrage vorbei-juriert wird,<\/li>\n<li>dass nicht in Alternativen und Begleitmassnahmen gedacht wird,weder sozial, noch baulich, noch organisatorisch, der<\/li>\n<li>Umgang mit \u00f6ffentlichen Mitteln problematisch ist,<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bisherige Entwicklung:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>die in \u00d6sterreich noch vorherrschende Philosophie des lebenslangen Wohnensdominiert auch die Verfahren ( zunehmender Widersprich mit der tats\u00e4chlichen Nachfrage).<\/li>\n<li>Die stark auf Vereinheitlichung und generelle Objektf\u00f6rderung ausgerichtete Wohnpolitik in \u00d6sterreich widerspricht der Differenzierung der Nachfrage und behindert die Entstehung eines vielf\u00e4ltigen Angebotes.<\/li>\n<li>Die \u00fcblichen Zuweisungskriterien stellen ein Hindernis dar (auch bei den Bewohnern selbst, die bei der Wohnungssuche hierauf zu wenig Bedacht nehmen k\u00f6nnen)<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Traditionell sind &#8222;Wohnungsvergabe&#8220; und die &#8222;Zuteilung&#8220; der F\u00f6rdermittel an Wohnbautr\u00e4ger in Wien politisch und weniger sozial dominiert.<\/li>\n<li>Die Akteure sind Tr\u00e4ger dieser Entwicklung.<\/li>\n<li>Die Wohnbaufinanzierung der Banken verst\u00e4rkt die Entwicklung.<\/li>\n<li>Der notwendige Umgang mit &#8222;Unsicherheit&#8220; wird erst dann zur Kenntnis genommen, wenn Fehlentwicklungen nicht mehr zu verheimlichen sind.<\/li>\n<li>Das &#8222;Denken in alternativen Entwicklungen&#8220;, wie es im nicht geregelten Bereichen Voraussetzung f\u00fcr Effizienz und \u00dcberleben am Markt ist, ist nicht kultiviert:<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ver\u00e4nderungen und Ziele:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Ortsver\u00e4nderungen werden zunehmen, sowohl durch Wanderung wie durch Platzwechsel.<\/li>\n<li>\u00c4nderungen in der Einkommenslage (Aufstieg &#8211; Abstieg) wie in der Haushaltsstruktur (Partnerwechsel, Wegzug der Kinder) werden die Tendenzen zum Wohnungswechsel verst\u00e4rken.<\/li>\n<li>Die Nachfrage nach flexiblem Wohnungsangebot wird wachsen.<\/li>\n<li>Differenzierung: die Anspr\u00fcche an das Wohnen werden sich stark auseinanderentwickeln, nach Lebensstil und Leistbarkeit. Einerseits gibt es eine wachsende Gruppe von Bewohnern, die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel in &#8222;ideales&#8220; Wohnen investieren wollen und k\u00f6nnen, und<\/li>\n<li>auf der anderen Seite suchen immer mehr Leute (Zuwanderer, J\u00fcngere, in Schwierigkeiten geratene) billige Wohnungen &#8211; und sind dabei bereit, in mancher Hinsicht auch Anspr\u00fcche (und zwar in sehr unterschiedlicher Weise) zu reduzieren: in der Ausstattung, Gr\u00f6\u00dfe, Verkehrslage und Infrastruktur usw. Zwischen diesen Bedarfsbereichen bilden sich zunehmend charakteristische Nachfragestrukturen unterschiedlicher Art heraus.<\/li>\n<li>Immer wichtiger wird es f\u00fcr die Bewohner, der zunehmenden Mobilit\u00e4t und Anonymit\u00e4t im engerem Wohnbereich durch sozialen Kontakt und st\u00fctzende Gemeinschaft entgegenzuwirken. Das intensiviert den Wunsch, mit Verwandten und Freunden in Nachbarschaft wohnen zu k\u00f6nnen (Mehrgenerationenwohnen, Familienzusammenf\u00fchrung, Erleichterung von Wohnungstausch usw.). Damit w\u00e4chst aber auch die Empfindlichkeit f\u00fcr das soziale Milieu im engeren Wohnbereich &#8211; was bei traditioneller Sozialisation m\u00f6glichst soziale Homogenit\u00e4t bedingt, in einer modernen Alternativkultur aber auch ein multikulturelles Zusammenwohnen (nach eigener Wahl) bedeuten kann. Gerade in der j\u00fcngeren Generation nimmt die Bedeutung dieser sozialen Abstimmung stark zu, denn die zunehmende Mobilit\u00e4t macht es auch schwerer, sozialen Anschlu\u00df zu finden, wenn es im Wohnbereich nicht Kontaktpunkte und g\u00fcnstige Anschlu\u00dfchancen gibt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Leider wird Im genossenschaftlichen, aber auch im st\u00e4dtischen Wohnbau der Kontakt mit dem k\u00fcnftigen Mieter oder Eigent\u00fcmer fr\u00fchestens nach der erfolgreichen Einreichung eines Bauprojektes hergestellt.<\/p>\n<p>In dem Bestreben, m\u00f6glichst genaue Grundlagen, also Vertragsverh\u00e4ltnisse f\u00fcr den k\u00fcnftigen Nutzer zu erarbeiten, wird die Kontaktnahme noch weiter hinausgeschoben: die Festsetzung der Nutzwerte und der daraus berechneten Mietzinse begr\u00fcnden diese Vorgangsweise. Da erfahrungsgem\u00e4\u00df bei der Erstellung der Ausf\u00fchrungspl\u00e4ne und bei der Herstellung der Baulichkeiten weitere \u00c4nderungen erforderlich sind (auch aus finanz- und bautechnischen Gr\u00fcnden) kann das Ziel der exakten Vorgabe von Vertragsbe-dingungen f\u00fcr den Mieter nicht zur allgemeinen Zufriedenheit erreicht werden. Auch die Perfektionierung und Beschleunigung der Abl\u00e4ufe kann an dem grunds\u00e4tzlichen Mangel, der mit der &#8222;quotenm\u00e4\u00dfigen Zuweisung&#8220; bzw. &#8222;computerunterst\u00fctzten Mieterwahl&#8220; nichts \u00e4ndern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wesentliche Aspekte der Wohnungsnachfrage, wie<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>soziale Harmonisierung,<\/li>\n<li>Nachfrage nach dem Wohnen mit Verwandten und Freunden bzw. Abstimmung im Wohnbereich, und auch die<\/li>\n<li>Kriterien der Leistbarkeit und des<\/li>\n<li>tats\u00e4chlichen Bedarfes an Ausstattung bleibt dabei auf der Strecke.<\/li>\n<li>Die Integration auch von Betagten und Behinderten, das<\/li>\n<li>verst\u00e4rkte Anbot an Betreuung f\u00fcr diese Gruppen und auch f\u00fcr die<\/li>\n<li>Nachfrage der Jungen legt nahe, Abl\u00e4ufe am sehr langsam reagierenden Wohnungsmarkt verst\u00e4rkt zu beeinflussen:<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>damit Wohnungspolitik verst\u00e4rkt Teil der Sozialpolitik sein kann.<\/strong><\/p>\n<p><strong>DAS BEDEUTET ANPASSUNG AUCH IM BEREICH DER WETTBEWERBSVERFAHREN:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>ZWEISTUFIGKEIT &#8211; KEINE INTERESSNSKOLLISION \/ KEINE BEFANGENHEIT<\/li>\n<li>ANONYMIT\u00c4T<\/li>\n<li>ROTATION \/ \u00c4NDERUNG DER JURY<\/li>\n<li>\u00c4NDERUNG DER ZUSAMMENSETZUNG<\/li>\n<li>OFFENHEIT UND NACHVOLLZIEHBARKEIT DES VERFAHRENS<\/li>\n<li>&#8222;LERNEN&#8220; DURCH AUSWERTUNG, DURCHBEGLEITENDE ANALYSE UND AUSWERTUNG<\/li>\n<li>ANWENDUNG VON MANAGEMENTMETHODEN, WIE DAS IN DER INDUSTRIE \u00dcBLICH IST &#8211; MIT DEM ZIEL ERH\u00d6HTER EFFIZIENZ AUCH BEIM ERREICHEN VON SOZIALEN \/ POLITISCHEN ZIELEN ZU LASTEN VON GEF\u00c4LLIGKEIT UND GEWOHNHEIT,<\/li>\n<li>\u00dcBERDENKEN DER FINANZIERUNG &#8211; ZB WIRD IN WIEN EIN BAU \u00dcBER YEN- W\u00c4HRUNG ABGEWICKELT, &#8211; &#8230;..DIE ERSPARNISSE DURCH G\u00dcNSTIGE FINANZIERUNG K\u00d6NNEN NICHT DURCH DIE REDUKTION DER BAUKOSTEN WETTGEMACHT WERDEN,&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p>UND<\/p>\n<ol>\n<li>\u00d6FFENTLICHE AUSSTELLUNG ALLER ERGEBISSE<\/li>\n<li>AUFWANDSABGELTUNG DURCH PREISE &#8211; NICHT DURCH BONUSPUNKTE ODER MAUSCHELEI, KEINE STARTVORTEILE F\u00dcR DIE BAUTR\u00c4GER,&#8230;<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bautr\u00e4gerwettbewerbe und Verfahrens\u00e4nderungen sind in Diskussion: das er\u00f6ffnet Chancen und M\u00f6glichkeiten. Das Thema interessiert. Ich werde mich weiter damit besch\u00e4ftigen. Dazu einige &#8222;schnelle Gedanken, im Konzept&#8220; &#8211; nicht f\u00fcr Aussenstehende: kolportiert wird: dass Baut\u00e4ger-Wettbewerbe die Baukosten reduzieren, Qualitative Verbesserungen zur Folge haben, und das Verfahren deshalb unbestritten und sinnvoll ist. &nbsp; Wettbewerbe nach der Wettbewerbsordnung werden oft in der folgenden Weise abgewickelt: Vom unabh\u00e4ngigen Berater wird die Ausschreibung erarbeitet, die Jury ist unabh\u00e4ngig, und nicht befangen Fragen sind die nach der Anonymit\u00e4tsverletzung ?, &#8211; Kenntnis des Verfassers eines eingereichten Projektes ?, Verschwiegenheit bis zum Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses: Geheimhaltungspflicht, der Wettbewerb ist ein oder mehrstufig, er ist offen f\u00fcr alle Interessenten, er ist anonym, der erste Preis &#8222;wird realisiert&#8220;, das Preisgericht empfielhlt eindeutig, weitere Preistr\u00e4ger erhalten finanzielle Abgeltungen: die Preise, Ergebnisse und Wertungen werden nachvollziehbar begr\u00fcndet und die Ergebnisse werden \u00f6ffentlich ausgestellt, usw. &nbsp; Nicht feststeht, dass bisherige Bautr\u00e4ger &#8211; Wettbewerbe die Baukosten gesenkt haben &#8211; die Baukosten sind allgemein, international, national und lokal stark &#8222;eingebrochen&#8220;, &#8211; abgerechnete Projekte liegen bisher nicht vor, die h\u00f6here &#8222;soziale &#8211; inhaltliche &#8211; \u00f6kologische&#8220; Qualit\u00e4t von Realisierungen wird vermutet, &nbsp; &nbsp; Fest steht, dass ausl\u00e4ndische Interessenten nicht &#8222;zum Zug gekommen sind&#8220; &#8211; anders als zB in Deutschland bei den Verfahren, an denen man sich orientiert hat, dass ein kleiner Kreis von Teilnehmern immer wieder zum &#8222;Zug kommt&#8220;, dass Jurymitglieder und Wettbewerbsteilnehmer &#8222;befangen sind&#8220;, immer wieder befangen sind und sich Preise geben, &nbsp; &nbsp; Vermutet wird, dass Projekte &#8222;zugeteilt werden&#8220;, Wertungen nicht objektiv sind, Startvorteile &#8222;vergeben werden&#8220;, dass Absprachen leicht m\u00f6glich sind, Kreativit\u00e4t zu kurz kommt, &#8222;Soziale Innovation&#8220; bei der Jurierung zu kurz kommt, &nbsp; &nbsp; Fest steht, dass keine objektivierte Analyse der Ergebnisse und des Verfahrens vorliegt, dass Forschungsinhalte und Forschungs-Ergebnisse in das Verfahren nicht &#8222;einfliessen&#8220;, daher &#8222;Lernen nur fallweise und zuf\u00e4llig erfolgen kann, dass Vorgaben wie Bebauungs-Dichte als Ergebnis der Grundst\u00fcckbeschaffung ungepr\u00fcft \u00fcbernommen werden, dass Besitzer von Grundst\u00fccken im Verfahren Vorteile haben, die soziale Zielrichtung nicht erkennbar ist, an der Nachfrage vorbei-juriert wird, dass nicht in Alternativen und Begleitmassnahmen gedacht wird,weder sozial, noch baulich, noch organisatorisch, der Umgang mit \u00f6ffentlichen Mitteln problematisch ist, &nbsp; &nbsp; Bisherige Entwicklung: die in \u00d6sterreich noch vorherrschende Philosophie des lebenslangen Wohnensdominiert auch die Verfahren ( zunehmender Widersprich mit der tats\u00e4chlichen Nachfrage). Die stark auf Vereinheitlichung und generelle Objektf\u00f6rderung ausgerichtete Wohnpolitik in \u00d6sterreich widerspricht der Differenzierung der Nachfrage und behindert die Entstehung eines vielf\u00e4ltigen Angebotes. Die \u00fcblichen Zuweisungskriterien stellen ein Hindernis dar (auch bei den Bewohnern selbst, die bei der Wohnungssuche hierauf zu wenig Bedacht nehmen k\u00f6nnen) Traditionell sind &#8222;Wohnungsvergabe&#8220; und die &#8222;Zuteilung&#8220; der F\u00f6rdermittel an Wohnbautr\u00e4ger in Wien politisch und weniger sozial dominiert. Die Akteure sind Tr\u00e4ger dieser Entwicklung. Die Wohnbaufinanzierung der Banken verst\u00e4rkt die Entwicklung. Der notwendige Umgang mit &#8222;Unsicherheit&#8220; wird erst dann zur Kenntnis genommen, wenn Fehlentwicklungen nicht mehr zu verheimlichen sind. Das &#8222;Denken in alternativen Entwicklungen&#8220;, wie es im nicht geregelten Bereichen Voraussetzung f\u00fcr Effizienz und \u00dcberleben am Markt ist, ist nicht kultiviert: &nbsp; &nbsp; Ver\u00e4nderungen und Ziele: Ortsver\u00e4nderungen werden zunehmen, sowohl durch Wanderung wie durch Platzwechsel. \u00c4nderungen in der Einkommenslage (Aufstieg &#8211; Abstieg) wie in der Haushaltsstruktur (Partnerwechsel, Wegzug der Kinder) werden die Tendenzen zum Wohnungswechsel verst\u00e4rken. Die Nachfrage nach flexiblem Wohnungsangebot wird wachsen. Differenzierung: die Anspr\u00fcche an das Wohnen werden sich stark auseinanderentwickeln, nach Lebensstil und Leistbarkeit. Einerseits gibt es eine wachsende Gruppe von Bewohnern, die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel in &#8222;ideales&#8220; Wohnen investieren wollen und k\u00f6nnen, und auf der anderen Seite suchen immer mehr Leute (Zuwanderer, J\u00fcngere, in Schwierigkeiten geratene) billige Wohnungen &#8211; und sind dabei bereit, in mancher Hinsicht auch Anspr\u00fcche (und zwar in sehr unterschiedlicher Weise) zu reduzieren: in der Ausstattung, Gr\u00f6\u00dfe, Verkehrslage und Infrastruktur usw. Zwischen diesen Bedarfsbereichen bilden sich zunehmend charakteristische Nachfragestrukturen unterschiedlicher Art heraus. Immer wichtiger wird es f\u00fcr die Bewohner, der zunehmenden Mobilit\u00e4t und Anonymit\u00e4t im engerem Wohnbereich durch sozialen Kontakt und st\u00fctzende Gemeinschaft entgegenzuwirken. Das intensiviert den Wunsch, mit Verwandten und Freunden in Nachbarschaft wohnen zu k\u00f6nnen (Mehrgenerationenwohnen, Familienzusammenf\u00fchrung, Erleichterung von Wohnungstausch usw.). Damit w\u00e4chst aber auch die Empfindlichkeit f\u00fcr das soziale Milieu im engeren Wohnbereich &#8211; was bei traditioneller Sozialisation m\u00f6glichst soziale Homogenit\u00e4t bedingt, in einer modernen Alternativkultur aber auch ein multikulturelles Zusammenwohnen (nach eigener Wahl) bedeuten kann. Gerade in der j\u00fcngeren Generation nimmt die Bedeutung dieser sozialen Abstimmung stark zu, denn die zunehmende Mobilit\u00e4t macht es auch schwerer, sozialen Anschlu\u00df zu finden, wenn es im Wohnbereich nicht Kontaktpunkte und g\u00fcnstige Anschlu\u00dfchancen gibt. Leider wird Im genossenschaftlichen, aber auch im st\u00e4dtischen Wohnbau der Kontakt mit dem k\u00fcnftigen Mieter oder Eigent\u00fcmer fr\u00fchestens nach der erfolgreichen Einreichung eines Bauprojektes hergestellt. In dem Bestreben, m\u00f6glichst genaue Grundlagen, also Vertragsverh\u00e4ltnisse f\u00fcr den k\u00fcnftigen Nutzer zu erarbeiten, wird die Kontaktnahme noch weiter hinausgeschoben: die Festsetzung der Nutzwerte und der daraus berechneten Mietzinse begr\u00fcnden diese Vorgangsweise. Da erfahrungsgem\u00e4\u00df bei der Erstellung der Ausf\u00fchrungspl\u00e4ne und bei der Herstellung der Baulichkeiten weitere \u00c4nderungen erforderlich sind (auch aus finanz- und bautechnischen Gr\u00fcnden) kann das Ziel der exakten Vorgabe von Vertragsbe-dingungen f\u00fcr den Mieter nicht zur allgemeinen Zufriedenheit erreicht werden. Auch die Perfektionierung und Beschleunigung der Abl\u00e4ufe kann an dem grunds\u00e4tzlichen Mangel, der mit der &#8222;quotenm\u00e4\u00dfigen Zuweisung&#8220; bzw. &#8222;computerunterst\u00fctzten Mieterwahl&#8220; nichts \u00e4ndern. &nbsp; Wesentliche Aspekte der Wohnungsnachfrage, wie soziale Harmonisierung, Nachfrage nach dem Wohnen mit Verwandten und Freunden bzw. Abstimmung im Wohnbereich, und auch die Kriterien der Leistbarkeit und des tats\u00e4chlichen Bedarfes an Ausstattung bleibt dabei auf der Strecke. Die Integration auch von Betagten und Behinderten, das verst\u00e4rkte Anbot an Betreuung f\u00fcr diese Gruppen und auch f\u00fcr die Nachfrage der Jungen legt nahe, Abl\u00e4ufe am sehr langsam reagierenden Wohnungsmarkt verst\u00e4rkt zu beeinflussen: &nbsp; damit Wohnungspolitik verst\u00e4rkt Teil der Sozialpolitik sein kann. DAS BEDEUTET ANPASSUNG AUCH IM BEREICH DER WETTBEWERBSVERFAHREN: ZWEISTUFIGKEIT &#8211; KEINE INTERESSNSKOLLISION \/ KEINE BEFANGENHEIT ANONYMIT\u00c4T ROTATION \/ \u00c4NDERUNG DER JURY \u00c4NDERUNG DER ZUSAMMENSETZUNG OFFENHEIT UND NACHVOLLZIEHBARKEIT DES VERFAHRENS &#8222;LERNEN&#8220; DURCH AUSWERTUNG, DURCHBEGLEITENDE ANALYSE UND AUSWERTUNG ANWENDUNG VON MANAGEMENTMETHODEN, WIE DAS IN DER INDUSTRIE \u00dcBLICH IST &#8211; MIT DEM ZIEL ERH\u00d6HTER EFFIZIENZ AUCH BEIM ERREICHEN VON SOZIALEN \/ POLITISCHEN ZIELEN ZU LASTEN VON GEF\u00c4LLIGKEIT UND GEWOHNHEIT, \u00dcBERDENKEN DER FINANZIERUNG &#8211; ZB WIRD IN WIEN EIN BAU [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/748"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=748"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/748\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1386,"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/748\/revisions\/1386"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=748"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}