{"id":762,"date":"2013-09-18T11:12:58","date_gmt":"2013-09-18T09:12:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.waclawek.com\/?page_id=762"},"modified":"2014-06-16T12:47:27","modified_gmt":"2014-06-16T10:47:27","slug":"kplatz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.waclawek.com\/?page_id=762","title":{"rendered":"k\/platz"},"content":{"rendered":"<h2>Karlsplatz, als internationaler Kulturplatz !<\/h2>\n<p>die Geschichte und Gestaltung des &#8222;Raumes Karlsplatz&#8220; war eng verbunden<br \/>\nmit der Schleifung der Wiener Befestigungsanlagen,<br \/>\nmit der fortschreitenden \u00c4nderung der Randbedingungen und<br \/>\nder Entwicklung des ehemaligen Naturraumes<br \/>\nvon peripherer Lage zu zunehmender und h\u00f6chster Zentralit\u00e4t.<\/p>\n<p>Generationen von verantwortlichen Politikern, Planern und Kunstschaffenden<br \/>\nhaben versucht, diesen Entwicklungen durch Vorschl\u00e4ge und Massnahmen zu entsprechen.<br \/>\nIm Bereich der Stadtgestaltung und Baukunst traten unter anderem<br \/>\nOtto Wagner, Friedrich Ohmann, Louis Welzenbacher, Oswald Haerdtl, Franz Schuster, Roland Rainer, die Gruppe M an die \u00d6ffentlichkeit.<br \/>\nNach zahlreichen st\u00e4dtebaulichen Studien wurde<br \/>\nauf der Basis der Ergebnisse eines internationalen und \u00f6ffentlichen Wettbewerbes und<br \/>\nauf der Basis der in der Folge veranstalteten Enquete<br \/>\nin der Zeit von 1971 bis 1978 vom Atelier Karlsplatz<br \/>\n(unter Leitung der d\u00e4nischen Wettbewerbsgewinner) die endg\u00fcltigen Gestaltungsma\u00dfnahmen erarbeitet:<br \/>\nSeither sind 20 Jahre vergangen.<br \/>\nRandbedingungen haben sich weiter ge\u00e4ndert.<br \/>\nDie in den 70er-Jahren gefundenen L\u00f6sungen sind zu \u00fcberpr\u00fcfen,<br \/>\nzur Diskussion zu stellen und im Hinblick auf die Frage:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Wie soll der Bereich Karlsplatz im n\u00e4chsten Jahrtausend organisiert und gestaltet sein ?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Welche Grunds\u00e4tze sind zu befolgen bzw. zu erarbeiten ?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Welchem Gesellschaftsbild ist verst\u00e4rkt zu entsprechen ?<\/strong><\/p>\n<p>Vorgeschlagen wird, Planung, Ausf\u00fchrung, Nutzung nach gemeinsam festgelegten Regeln optimistisch ablaufen zu lassen, <strong>DAS STADT SPIEL II<\/strong> genannt:<\/p>\n<p><strong>&#8222;Ordnung in der Freiheit&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>der Zufall, Zuf\u00e4lliges, Individuelles, bekommt seine Chance:<\/p>\n<p><strong>&#8222;Freiheit in der Ordnung&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die Teilnehmer sind zuerst:<\/p>\n<p>Die Politik, die Verwaltung, K\u00fcnstlerhaus und die Anrainer, das Planungsteam, die Medien, auch die Bautr\u00e4ger, K\u00fcnstler, k\u00fcnftige Nutzer, Finanziers:<\/p>\n<p><strong>PPP &#8211; PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIP:<\/strong><br \/>\nZiele und Regeln werden so formuliert, da\u00df die eindeutig sind und als Grundlage f\u00fcr die schrittweise Umsetzung dienen.<\/p>\n<p><strong>TEILE ERG\u00c4NZEN SICH ZUM \u00dcBERGEORDNETEN GANZEN<\/strong><br \/>\nsind abgestimmt, also flexibel, und kombinierbar, ergeben auch &#8222;f\u00fcr sich&#8220; sinnvolle Ganzheiten.<\/p>\n<p>Voraussetzung ist die <strong>&#8222;Platzarch\u00e4ologie&#8220;<\/strong>, das systematische erarbeiten der Grundlagen auf der Basis des Bestandes, die kritische W\u00fcrdigung und die Infragestellung von nicht mehr zeitgem\u00e4\u00dfem. Dadurch ergeben sich neue Planungs &#8211; und Handlungsspielr\u00e4ume.<\/p>\n<p><strong>&#8222;MAN GIBT SEIN BESTES, DANN GEHT MAN WIEDER&#8220;<\/strong><br \/>\n(John Wayne, auch Hermann Maier).<\/p>\n<p>Eine Erkl\u00e4rung?<\/p>\n<p>Ich interessiere mich f\u00fcr vieles: vieles interessiert mich n\u00e4mlich nicht.<\/p>\n<p>Der Karlsplatz interessiert mich, seit meiner fr\u00fchen Kindheit:<br \/>\nMein Onkel hat am Karlsplatz eine Tankstelle betrieben,<br \/>\nich bin die &#8222;Rutsche&#8220; von nebenan hinuntergefahren,<br \/>\ndie Ballwand haben wir f\u00fcr Fu\u00dfballspielen genutzt,<br \/>\nauch die Stra\u00dfe war f\u00fcr Fu\u00dfball bestens geeignet,<br \/>\nAutos fuhren kaum &#8211;<br \/>\nin der zentralen Peripherie,<br \/>\ndie der Platz ja heute ist:<br \/>\nEin Bereich f\u00fcr innere Stadterweiterung.<\/p>\n<p>Heute wei\u00df ich einiges besser:<br \/>\ndie Ballwand war der &#8222;Ressel&#8220;-<br \/>\ndie Rutsche waren Voluten, (also eine erste Bekanntschaft mit der Kunst),<br \/>\ndie Tankstelle war auch ein Platz des mit-Zigaretten-zahlens.<br \/>\nDer Karl (auch Schwanzer genannt) hat uns erkl\u00e4rt,<br \/>\nda\u00df Klos w\u00e4rmer sein m\u00fcssen, damit es am Gang nicht stinkt-<br \/>\nder aufgerissene Karlsplatz &#8211; (zu meiner Studienzeit) &#8211; stank nach Wienflu\u00df,<br \/>\ndas zeigte (mir) die Grenzen f\u00fcr Anwendungen von gelerntem auf.<br \/>\nDas K\u00fcnstlerhaus hat &#8222;der selbe Karl&#8220; zum Abbruch vorgesehen und darauf &#8211; wie jetzt am Franzjosefsbahnhof zu sehen -, geplant. Und ein Bauingenieurkollege erkl\u00e4rt mir, da\u00df die \u00dcberh\u00f6hung des Platzes ein Ergebnis von Architektur ist: Karl (schon wieder) Schlauss hat n\u00e4mlich f\u00fcr die abgeh\u00e4ngten Passagendecken viel Platz gebraucht, die Platzh\u00f6he ist also auch Ergebnis eines Gestaltungsversuches,&#8230;..<\/p>\n<p>&#8230;.<\/p>\n<p>der Karlsplatz als ein<br \/>\nPlanungsschlachtfeld,<br \/>\nmit Relikten,<br \/>\nmit Ballast,<br \/>\nmit unentdecktem der 70er Jahre,<br \/>\nmit vielem noch viel \u00e4lterem, bestimmendem?<br \/>\nauch mit &#8222;nicht sichtbarem, sp\u00fcrbarem&#8220;,<\/p>\n<p>Ist es &#8220; an der Zeit&#8220;, -nach einer Generation der Nutzung-<br \/>\nf\u00fcr eine neue Generation,<br \/>\nf\u00fcr ein anderes Jahrhundert,<br \/>\ngewohntes in Frage zu stellen,<br \/>\nPartnerschaften einzugehen,<br \/>\nZiele festzulegen?<\/p>\n<p><strong>Das<\/strong><\/p>\n<p><strong>k\/haus<\/strong><\/p>\n<p><strong>ist ein Anla\u00df.<\/strong><\/p>\n<p>Auch hier sind Entscheidungen, auch f\u00fcr k\u00fcnftiges, vorzubereiten, Optionen sind offen zu halten.<\/p>\n<p>Eine erste Analyse zeigt:<\/p>\n<p>Das Wegenetz ist &#8222;ein Kind der 60er-Jahre&#8220;:<br \/>\nFu\u00dfg\u00e4nger: unter die Erde,<br \/>\nQuerungen sind vorwiegend unterirdisch,<br \/>\nAutos fahren 80 Stundenkilometer und mehr,<br \/>\n(der Ausbau und Ampelregelung machen &#8222;es&#8220; leicht),<br \/>\nRestfl\u00e4chen erm\u00f6glichen keine sinnvoll zusammenh\u00e4ngende Nutzungen,<br \/>\ndie Folge sind von Fu\u00dfg\u00e4ngern nicht angenommene Bereiche,<br \/>\nder Handel hat Schwierigkeiten, Abendnutzungen fehlen weitgehend.<\/p>\n<p>der Karlsplatz ist ein Stadterneuerungsbereich: zentrale Peripherie.<\/p>\n<p>Die Otto Wagner Stationen ragen um 140 cm aus dem Platz heraus, zur K\u00fcnstlerhausseite kann man nicht direkt queren, der Park ist nicht oder nur schwer zu erreichen,<\/p>\n<p>F\u00fcr Gehbehinderte fehlen Aufstiegshilfen, oder gro\u00dfe Umwege m\u00fcssen gemacht werden,<\/p>\n<p>Eine Strassenbahn-Schleife, die als Rest der &#8222;2er Linie&#8220; verblieben ist, f\u00fcr Ausweichf\u00e4lle zur Umleitung von der Ringstrasse, dominiert zentrale Bereiche,<\/p>\n<p>die Umkehrschleife des 4A, die um ein vielfaches \u00fcberdimensioniert ist, ist schlecht erreichbar, sogar die Radwegf\u00fchrung macht Schwierigkeiten.<\/p>\n<p>Brachen, sozial und gestalterisch, dominieren gro\u00dfe Bereiche,<\/p>\n<p>Vermitteln Unsicherheit, Ausgesetzheit, &#8230;&#8230;<\/p>\n<p><strong>Ziel der Bearbeitung ist es, die<\/strong><\/p>\n<p><strong>Voraussetzungen f\u00fcr mittel- und langfristige Entscheidungen vorzubereiten<\/strong><\/p>\n<p><strong>und kurzfristigen Massnahmen an diesen Zielen zu pr\u00fcfen,<\/strong><\/p>\n<p><strong>so,<\/strong><\/p>\n<p><strong>da\u00df k\u00fcnftige angestrebte Entwicklungen abgesichert werden k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fritz Waclawek<\/strong><\/p>\n<h1>Einige Themen &#8211; Stichworte &#8211; Hinweise<\/h1>\n<p>zu den Teilen<\/p>\n<p><strong>A<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fussg\u00e4ngerbereich<\/strong><br \/>\nIm Bestandsniveau, * Licht nach unten * Licht von unten &#8222;zur Nacht&#8220; *<br \/>\nAufg\u00e4nge\/Abg\u00e4nge auch direkt von der U-Bahn, &#8211;<br \/>\nmit Rampe, mit Rolltreppe, zu und vom K\u00fcnstlerhaus\/Musikverein, Durchg\u00e4nge zu und vom Park, &#8230;.<br \/>\nEinblicke\/Ausblicke<br \/>\nvon und zur Ebene &#8222;Otto Wagner&#8220;,<br \/>\nvon und zur Resselparkebene,<br \/>\nvon und zur Flussebene,&#8230;.<br \/>\nvon der U-Bahn geht man &#8222;durch das K\u00fcnstlerhaus&#8220; nach oben, also mit Einblicken, Ausblicken,<br \/>\nauch als Werbung, verst\u00e4rkt durch Anbote,&#8230;.<br \/>\nmit Future Systems &#8211; Energieeffizienz &#8211; Passivhausqualit\u00e4t &#8211; Frischluft vom Park &#8211; auch als Heizung,<br \/>\nVorfahrten von der Ringstrassenseite, Tempo schritt, Parkverbot,<br \/>\nA1 als Erweiterung, mit Mehrfachnutzung, getrennten Zug\u00e4ngen, &#8230;..<\/p>\n<p><strong>B<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ausbaustufe:<\/strong><br \/>\nanheben der Oberfl\u00e4che auf das Niveau &#8222;Otto Wagner&#8220;,<br \/>\nBelichtung auch mit Tageslichtsystem,<br \/>\ndurchg\u00e4ngig, und allseitig erschlossen,<br \/>\ndas Gew\u00f6lbe als &#8222;Stadtarch\u00e4ologie&#8220; teilweise erhalten,<br \/>\nmit Blick zum Flu\u00df, &#8230;<br \/>\nmit Blick zum K\u00fcnstlerhaus,<br \/>\nzum Park, zu den Innenh\u00f6fen,<br \/>\nteilbar, flexibel, variabel,&#8230;.<\/p>\n<p><strong>C<\/strong><\/p>\n<p><strong>Durchgehende Stadt-Terrasse,<\/strong><br \/>\nmit H\u00f6fen ins Parkniveau, Aufbauten im\/am Hofbereich,&#8230;.<br \/>\nallseitig angebunden, mit Durchblicken, Ausblicken, Promenaden,<br \/>\nRaumh\u00f6he bis zu 10m,<br \/>\nteilbar, flexibel, variabel,&#8230;.<\/p>\n<p><strong>D<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mittelfristiger Nutzungsbereich,<\/strong><br \/>\ninmitten des Parks,<br \/>\nin Verbindung mit der U-Bahn, der Stra\u00dfenbahn,<br \/>\nin Verbindung mit den Passagen in A &#8211; B &#8211; C und<br \/>\nin Verbindung mit dem Passagenbestand,&#8230;.<\/p>\n<p><strong>E<\/strong><\/p>\n<p><strong>Future Systems,<\/strong><br \/>\nals Sonderbau, und mit Sondernutzung,<br \/>\nmit Tageslichtqualit\u00e4t, herrlichen Blicken nach Innen und Au\u00dfen,<br \/>\nals Abend-Kunst-Objekt,<br \/>\nin Verbindung mit den Passagen in A &#8211; B &#8211; C, &#8230;.<\/p>\n<p><strong>K<\/strong><\/p>\n<p><strong>Crossing,<\/strong><br \/>\nein Mehrzweckbau mit nutzbarem Dach,<br \/>\nMehrgeschossig, flexibel, teilbar, transparent, leicht,<br \/>\nmit aufregender Konstruktion in prominenter Lage,<br \/>\nals Werbeobjekt, tags\u00fcber und nachts,<br \/>\naber auch als Energiemusterbau, &#8230;.<br \/>\nund zum Verkehr.<br \/>\nDer Entwurf ber\u00fccksichtigt den Status Quo, und ist auch im Hinblick auf Ampelregelungen bearbeitet.<br \/>\nAngeregt wird die Pr\u00fcfung der Reduktion des Verkehrs in der Favoritenstrasse,<br \/>\nim Hinblick auf die Wiedner Hauptstrasse und die Operngasse.<br \/>\nFussg\u00e4ngerfreundliche Ampelschaltungen sollten besonders gepr\u00fcft werden,&#8230;.<br \/>\n<strong>Kooperationen:<\/strong><br \/>\nBeratend war Herr o Univ. Prof. Dr. Gerd Sammer, ZI f\u00fcr Bauwesen, t\u00e4tig.<br \/>\nDie Ausarbeitung der Vorschl\u00e4ge wurde gemeinsam mit Herrn Dipl. Ing. Thomas Watzek durchgef\u00fchrt.<br \/>\nHerr Dipl. Ing. Dieter Uhrig war als Berater freundschaftlich t\u00e4tig.<\/p>\n<p><strong>K\/haus<\/strong><br \/>\n<strong> Neue R\u00e4ume:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prinzipien<\/strong><br \/>\n<strong> Konzeption<\/strong><br \/>\n<strong> Flexibilit\u00e4t<\/strong><br \/>\n<strong> Licht<\/strong><br \/>\n<strong> Materialien<\/strong><\/p>\n<p>Die Gesamt&#8220;Struktur&#8220;, die bis zum Park reicht,<br \/>\nbaut auf einer modularen Ordnung auf, gibt Freiheiten:<br \/>\nFreiheit in der Ordnung.<br \/>\nIm Bereich A des K\u00fcnstlerhauses werden R\u00e4ume angeboten und vorgeschlagen,<br \/>\ndie es erm\u00f6glichen,<br \/>\nin und als Teil der &#8222;Grossform&#8220; zu &#8222;m\u00f6blieren&#8220; &#8211;<br \/>\nin den R\u00e4umen werden abgeh\u00e4ngte und flexible, erweiterbare und transportierbare &#8222;M\u00f6bel&#8220;,<br \/>\ndas sind Rampen(teile), Stiegen(teile), Wand(teile), &#8222;Raum im Raum Elemente&#8220;, usw.,vorgeschlagen,<br \/>\ndie auch in die halb\u00f6ffentlichen und \u00f6ffentlichen Bereiche<br \/>\nals geschlossene, semi und transparente R\u00e4ume &#8222;hinausragen, hinausreichen&#8220;.<br \/>\nDie &#8222;nicht-konstruktiven Innenr\u00e4ume&#8220; (innerhalb der baulichen Konstruktionen)<br \/>\nk\u00f6nnen als einander erg\u00e4nzende &#8222;Erg\u00e4nzungen von Raum und Licht&#8220;,<br \/>\nundurchsichtig &#8211; durchscheinend &#8211; transparent nach allen Richtungen des Raumes gedacht werden.<br \/>\n(der Vergleich mir einem B\u00fchnenhaus ist zutreffend, auch dort wird &#8222;geh\u00e4ngt&#8220;)<br \/>\nMaterialien sind \u00e4usserst zur\u00fcckhaltend und auch glatt eingesetzt, farblos.<br \/>\nFarben entstehen durch Licht:<br \/>\nzum Beispiel in den Passagen als Farbr\u00e4ume.<br \/>\nKanten sind hart, teilweise mit eingesetzten Materialien betont.<br \/>\nLicht erg\u00e4nzt die Raumform, ohne als Licht in Erscheinung zu treten.<br \/>\nK\u00fcnstliche Sonnen geben ausser und neben dem Tageslicht, das durch Lenksysteme geleitet wird, gezielt steuerbares Licht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karlsplatz, als internationaler Kulturplatz ! die Geschichte und Gestaltung des &#8222;Raumes Karlsplatz&#8220; war eng verbunden mit der Schleifung der Wiener Befestigungsanlagen, mit der fortschreitenden \u00c4nderung der Randbedingungen und der Entwicklung des ehemaligen Naturraumes von peripherer Lage zu zunehmender und h\u00f6chster Zentralit\u00e4t. Generationen von verantwortlichen Politikern, Planern und Kunstschaffenden haben versucht, diesen Entwicklungen durch Vorschl\u00e4ge und Massnahmen zu entsprechen. Im Bereich der Stadtgestaltung und Baukunst traten unter anderem Otto Wagner, Friedrich Ohmann, Louis Welzenbacher, Oswald Haerdtl, Franz Schuster, Roland Rainer, die Gruppe M an die \u00d6ffentlichkeit. Nach zahlreichen st\u00e4dtebaulichen Studien wurde auf der Basis der Ergebnisse eines internationalen und \u00f6ffentlichen Wettbewerbes und auf der Basis der in der Folge veranstalteten Enquete in der Zeit von 1971 bis 1978 vom Atelier Karlsplatz (unter Leitung der d\u00e4nischen Wettbewerbsgewinner) die endg\u00fcltigen Gestaltungsma\u00dfnahmen erarbeitet: Seither sind 20 Jahre vergangen. Randbedingungen haben sich weiter ge\u00e4ndert. Die in den 70er-Jahren gefundenen L\u00f6sungen sind zu \u00fcberpr\u00fcfen, zur Diskussion zu stellen und im Hinblick auf die Frage: Wie soll der Bereich Karlsplatz im n\u00e4chsten Jahrtausend organisiert und gestaltet sein ? Welche Grunds\u00e4tze sind zu befolgen bzw. zu erarbeiten ? Welchem Gesellschaftsbild ist verst\u00e4rkt zu entsprechen ? Vorgeschlagen wird, Planung, Ausf\u00fchrung, Nutzung nach gemeinsam festgelegten Regeln optimistisch ablaufen zu lassen, DAS STADT SPIEL II genannt: &#8222;Ordnung in der Freiheit&#8220; der Zufall, Zuf\u00e4lliges, Individuelles, bekommt seine Chance: &#8222;Freiheit in der Ordnung&#8220; Die Teilnehmer sind zuerst: Die Politik, die Verwaltung, K\u00fcnstlerhaus und die Anrainer, das Planungsteam, die Medien, auch die Bautr\u00e4ger, K\u00fcnstler, k\u00fcnftige Nutzer, Finanziers: PPP &#8211; PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIP: Ziele und Regeln werden so formuliert, da\u00df die eindeutig sind und als Grundlage f\u00fcr die schrittweise Umsetzung dienen. TEILE ERG\u00c4NZEN SICH ZUM \u00dcBERGEORDNETEN GANZEN sind abgestimmt, also flexibel, und kombinierbar, ergeben auch &#8222;f\u00fcr sich&#8220; sinnvolle Ganzheiten. Voraussetzung ist die &#8222;Platzarch\u00e4ologie&#8220;, das systematische erarbeiten der Grundlagen auf der Basis des Bestandes, die kritische W\u00fcrdigung und die Infragestellung von nicht mehr zeitgem\u00e4\u00dfem. Dadurch ergeben sich neue Planungs &#8211; und Handlungsspielr\u00e4ume. &#8222;MAN GIBT SEIN BESTES, DANN GEHT MAN WIEDER&#8220; (John Wayne, auch Hermann Maier). Eine Erkl\u00e4rung? Ich interessiere mich f\u00fcr vieles: vieles interessiert mich n\u00e4mlich nicht. Der Karlsplatz interessiert mich, seit meiner fr\u00fchen Kindheit: Mein Onkel hat am Karlsplatz eine Tankstelle betrieben, ich bin die &#8222;Rutsche&#8220; von nebenan hinuntergefahren, die Ballwand haben wir f\u00fcr Fu\u00dfballspielen genutzt, auch die Stra\u00dfe war f\u00fcr Fu\u00dfball bestens geeignet, Autos fuhren kaum &#8211; in der zentralen Peripherie, die der Platz ja heute ist: Ein Bereich f\u00fcr innere Stadterweiterung. Heute wei\u00df ich einiges besser: die Ballwand war der &#8222;Ressel&#8220;- die Rutsche waren Voluten, (also eine erste Bekanntschaft mit der Kunst), die Tankstelle war auch ein Platz des mit-Zigaretten-zahlens. Der Karl (auch Schwanzer genannt) hat uns erkl\u00e4rt, da\u00df Klos w\u00e4rmer sein m\u00fcssen, damit es am Gang nicht stinkt- der aufgerissene Karlsplatz &#8211; (zu meiner Studienzeit) &#8211; stank nach Wienflu\u00df, das zeigte (mir) die Grenzen f\u00fcr Anwendungen von gelerntem auf. Das K\u00fcnstlerhaus hat &#8222;der selbe Karl&#8220; zum Abbruch vorgesehen und darauf &#8211; wie jetzt am Franzjosefsbahnhof zu sehen -, geplant. Und ein Bauingenieurkollege erkl\u00e4rt mir, da\u00df die \u00dcberh\u00f6hung des Platzes ein Ergebnis von Architektur ist: Karl (schon wieder) Schlauss hat n\u00e4mlich f\u00fcr die abgeh\u00e4ngten Passagendecken viel Platz gebraucht, die Platzh\u00f6he ist also auch Ergebnis eines Gestaltungsversuches,&#8230;.. &#8230;. der Karlsplatz als ein Planungsschlachtfeld, mit Relikten, mit Ballast, mit unentdecktem der 70er Jahre, mit vielem noch viel \u00e4lterem, bestimmendem? auch mit &#8222;nicht sichtbarem, sp\u00fcrbarem&#8220;, Ist es &#8220; an der Zeit&#8220;, -nach einer Generation der Nutzung- f\u00fcr eine neue Generation, f\u00fcr ein anderes Jahrhundert, gewohntes in Frage zu stellen, Partnerschaften einzugehen, Ziele festzulegen? Das k\/haus ist ein Anla\u00df. Auch hier sind Entscheidungen, auch f\u00fcr k\u00fcnftiges, vorzubereiten, Optionen sind offen zu halten. Eine erste Analyse zeigt: Das Wegenetz ist &#8222;ein Kind der 60er-Jahre&#8220;: Fu\u00dfg\u00e4nger: unter die Erde, Querungen sind vorwiegend unterirdisch, Autos fahren 80 Stundenkilometer und mehr, (der Ausbau und Ampelregelung machen &#8222;es&#8220; leicht), Restfl\u00e4chen erm\u00f6glichen keine sinnvoll zusammenh\u00e4ngende Nutzungen, die Folge sind von Fu\u00dfg\u00e4ngern nicht angenommene Bereiche, der Handel hat Schwierigkeiten, Abendnutzungen fehlen weitgehend. der Karlsplatz ist ein Stadterneuerungsbereich: zentrale Peripherie. Die Otto Wagner Stationen ragen um 140 cm aus dem Platz heraus, zur K\u00fcnstlerhausseite kann man nicht direkt queren, der Park ist nicht oder nur schwer zu erreichen, F\u00fcr Gehbehinderte fehlen Aufstiegshilfen, oder gro\u00dfe Umwege m\u00fcssen gemacht werden, Eine Strassenbahn-Schleife, die als Rest der &#8222;2er Linie&#8220; verblieben ist, f\u00fcr Ausweichf\u00e4lle zur Umleitung von der Ringstrasse, dominiert zentrale Bereiche, die Umkehrschleife des 4A, die um ein vielfaches \u00fcberdimensioniert ist, ist schlecht erreichbar, sogar die Radwegf\u00fchrung macht Schwierigkeiten. Brachen, sozial und gestalterisch, dominieren gro\u00dfe Bereiche, Vermitteln Unsicherheit, Ausgesetzheit, &#8230;&#8230; Ziel der Bearbeitung ist es, die Voraussetzungen f\u00fcr mittel- und langfristige Entscheidungen vorzubereiten und kurzfristigen Massnahmen an diesen Zielen zu pr\u00fcfen, so, da\u00df k\u00fcnftige angestrebte Entwicklungen abgesichert werden k\u00f6nnen. Fritz Waclawek Einige Themen &#8211; Stichworte &#8211; Hinweise zu den Teilen A Fussg\u00e4ngerbereich Im Bestandsniveau, * Licht nach unten * Licht von unten &#8222;zur Nacht&#8220; * Aufg\u00e4nge\/Abg\u00e4nge auch direkt von der U-Bahn, &#8211; mit Rampe, mit Rolltreppe, zu und vom K\u00fcnstlerhaus\/Musikverein, Durchg\u00e4nge zu und vom Park, &#8230;. Einblicke\/Ausblicke von und zur Ebene &#8222;Otto Wagner&#8220;, von und zur Resselparkebene, von und zur Flussebene,&#8230;. von der U-Bahn geht man &#8222;durch das K\u00fcnstlerhaus&#8220; nach oben, also mit Einblicken, Ausblicken, auch als Werbung, verst\u00e4rkt durch Anbote,&#8230;. mit Future Systems &#8211; Energieeffizienz &#8211; Passivhausqualit\u00e4t &#8211; Frischluft vom Park &#8211; auch als Heizung, Vorfahrten von der Ringstrassenseite, Tempo schritt, Parkverbot, A1 als Erweiterung, mit Mehrfachnutzung, getrennten Zug\u00e4ngen, &#8230;.. B Ausbaustufe: anheben der Oberfl\u00e4che auf das Niveau &#8222;Otto Wagner&#8220;, Belichtung auch mit Tageslichtsystem, durchg\u00e4ngig, und allseitig erschlossen, das Gew\u00f6lbe als &#8222;Stadtarch\u00e4ologie&#8220; teilweise erhalten, mit Blick zum Flu\u00df, &#8230; mit Blick zum K\u00fcnstlerhaus, zum Park, zu den Innenh\u00f6fen, teilbar, flexibel, variabel,&#8230;. C Durchgehende Stadt-Terrasse, mit H\u00f6fen ins Parkniveau, Aufbauten im\/am Hofbereich,&#8230;. allseitig angebunden, mit Durchblicken, Ausblicken, Promenaden, Raumh\u00f6he bis zu 10m, teilbar, flexibel, variabel,&#8230;. D Mittelfristiger Nutzungsbereich, inmitten des Parks, in Verbindung mit der U-Bahn, der Stra\u00dfenbahn, in Verbindung mit den Passagen in A &#8211; B &#8211; C und in Verbindung mit dem Passagenbestand,&#8230;. E Future Systems, als Sonderbau, und mit Sondernutzung, mit Tageslichtqualit\u00e4t, herrlichen Blicken nach Innen und Au\u00dfen, als Abend-Kunst-Objekt, in Verbindung mit den Passagen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/762"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=762"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/762\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1639,"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/762\/revisions\/1639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.waclawek.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}